Olympische Spiele in Tokio mit bis zu 10.000 Zuschauern | Sport | DW | 23.06.2021
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Olympia

Olympische Spiele in Tokio mit bis zu 10.000 Zuschauern

IOC-Präsident Bach hoffte stets, dass die bevorstehenden Spiele in Tokio als Signal wirken, dass die Corona-Krise überwunden werden kann. Nun haben die nationalen Organisatoren eine Regelung für die Zuschauer getroffen.

Japan Olympische Spiele 2020 in Tokio

Nicht alle sind in der japanischen Hauptstadt begeistert: die Vorbereitungen auf die Spiele kommen in die Zielgerade

Die Zahl kursierte bereits in den vergangenen Tagen, nun ist sie offiziell: Maximal 10.000 einheimische Zuschauer werden bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio (vom 23. Juli bis 8. August) in den Wettkampfstätten zugelassen. Dies teilten die Organisatoren auf einer Pressekonferenz mit. Allerdings könnten die Wettbewerbe der Spiele in Japans Hauptstadt auch hinter verschlossenen Türen stattfinden, sollten die Infektionszahlen wieder ansteigen. Im Land selbst gibt es weiterhin kritische Stimmen, was die Austragung des Events angeht.

Keine ausländischen Zuschauer

 "In Anbetracht der Regierungsbeschränkungen für öffentliche Veranstaltungen wird das Zuschauerlimit für die Olympischen Spiele auf 50 Prozent der Kapazität der Austragungsorte festgelegt, bis zu einem Maximum von 10.000 Personen in allen Wettkampfstätten", hieß es im Detail in der Erklärung der Organisatoren. Ausländische Zuschauer wurden bereits im März grundsätzlich ausgeschlossen.

Thomas Bach I Praesident IOC

Tokio-Fan: IOC-Präsident Thomas Bach

Vor der Erklärung aus Tokio hatte Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erklärt, er sei "absolut sicher, dass es eine Entscheidung sein wird, die das japanische Volk und alle Teilnehmer am besten schützt". Bach hatte stets am Plan festgehalten, die Spiele abzuhalten - auch als Symbol nach den harten Pandemiezeiten mit Lockdown und weltweit hohen Opferzahlen. Hochrangige medizinische Experten, darunter Top-Berater der Regierung, hatten zuletzt erklärt, dass es aus gesundheitlicher Sicht "ideal" wäre, die Spiele hinter verschlossenen Türen abzuhalten. Doch diese Lösung setzte sich - noch - nicht durch.

Die japanische Impfkampagne gegen das Coronavirus verläuft weiter schleppend. Nur etwas mehr als sechs Prozent der Bevölkerung war am Montag vollständig gegen den Krankheitserreger geimpft, bei den Athletinnen und Athleten erwartet das IOC eine Impfquote von mehr als 80 Prozent. Eine Entscheidung darüber, wie viele Fans bei den Paralympischen Spielen (24. August bis 5. September) erlaubt sein werden, wird bis zum 16. Juli aufgeschoben, fügten die Organisatoren in ihrer Erklärung hinzu.

Überträger aus Uganda 

Derweil bereiten sich Athleten und auch Berichterstatter auf die Reise nach Tokio vor, die manche mit gemischten Gefühlen antreten dürften. Die Restriktionen etwa für Reporter sind beträchtlich. Bei den Sportlern sorgten erste Corona-Fälle unter einreisenden Athleten für Debatten. Nachdem am Wochenende ein Trainer des Olympia-Teams aus Uganda bei der Einreise nach Japan positiv auf das Virus getestet worden war, wurde nach japanischen Medienberichten am Mittwoch auch bei einem ugandischen Sportler eine Infektion festgestellt. Das Team aus Uganda, das an den Box-, Gewichtheber- und Schwimmwettbewerben teilnimmt, war nach dem Softball-Frauenteam aus Australien die zweite Gruppe aus dem Ausland, die in Japan eingetroffen war.

ml/sw (SID, dpa, ap)

 

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