Obama schafft vor Hawaii größtes Meeresschutzgebiet der Welt | Aktuell Amerika | DW | 26.08.2016
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Aktuell Amerika

Obama schafft vor Hawaii größtes Meeresschutzgebiet der Welt

US-Präsident Obama hat das größte Meeresschutzgebiet der Welt ausgewiesen. Das Papahanaumokuakea Marine National Monument ist mit 1,5 Millionen Quadratkilometern doppelt so groß wie der US-Bundesstaat Texas.

Bereits US-Präsident Barack Obamas Vorgänger George W. Bush hatte das Meererschutzgebiet vor Hawaii unter Schutz gestellt. Obama weitete das Gebiet unter Ausweitung seiner Exekutivrechte nun um mehr als das Vierfache aus. Mit seinen 1,5 Millionen Quadratkilometern Fläche löst das Papahanaumokuakea Marine National Monument ein Schutzgebiet vor den Cook-Inseln als größtes Meeresschutzgebiet der Welt ab.

Schutz für mehr als 7000 Tierarten

Obama ist auf Hawaii geboren worden und schützt damit auch seine Heimat - vor Hawaii liegen nun 98 Prozent der geschützten Meeresgewässer der USA. Vor den nördlichen Inseln des US-Bundesstaates leben rund 7000 Tierarten unter anderem 24 Walarten wie etwa Blauwale. Auch zahlreiche Haie sind dort zu Hause. Hunderte Tierarten kommen sonst nirgendwo vor.

Rund 14 Millionen Vögel nisten auf den Inseln, darunter ein 65 Jahre alter Albatross. Geschützt werden auch Unterseevulkane und Korallenriffe. Das Schutzgebiet gehört seit 2010 zum UNESCO-Welterbe. In dem Gebiet ist kommerzieller Fischfang verboten, ebenso das Erschließen von Bodenschätzen. Freizeitfischen ist nur mit Genehmigung gestattet.

Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg

In der Gegend, Schauplatz zahlreicher Schlachten im Zweiten Weltkrieg, liegen viele Wracks gesunkener Schiffe und abgeschossener Flugzeuge auf Grund, darunter ein Flugzeugträger der US-Flotte. Sie stehen zwar nicht unter Schutz, gelten aber als ausgesprochen wertvolle Objekte für die Wissenschaft.

cr/stu (dpa, ap)