Nord-Stream-Arbeiten in Deutschland abgeschlossen | Aktuell Europa | DW | 28.12.2020
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Energiepolitik

Nord-Stream-Arbeiten in Deutschland abgeschlossen

Nicht nur die USA, auch deutsche Oppositionspolitiker hatten gefordert, dass sich die Bundesrepublik aus dem Projekt zurückziehen solle. Doch die Rufe sind etwas leiser geworden. Die Fakten sind - gegenwärtig - stärker.

Nord Stream 2 | Bauarbeiten Ostsee-Gaspipeline

Die Arbeiten an Nord Stream 2 vor Rügen (Archivbild)

Russland kommt mit dem Bau der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 trotz der US-Sanktionsdrohungen voran. Der Abschnitt des Projekts in deutschen Gewässern sei abgeschlossen, teilte die Pipeline-Gesellschaft mit. Zuvor war bekannt geworden, dass das russische Schiff "Fortuna", das die Rohre verlegt, die Baustelle in der Ostsee verlassen habe. Das Schiff ist demnach nun auf der Fahrt zum Hafen in Wismar und soll Mitte Januar den Bau in dänischen Gewässern fortsetzen.

Die "Fortuna" hatte Anfang des Monats die Arbeiten an der Pipeline wieder aufgenommen, die russisches Gas nach Westeuropa pumpen soll. Sie waren vor einem Jahr auf Druck der USA weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Leitung ist zu rund 90 Prozent fertig, etwas mehr als 100 Kilometer fehlen noch.

Druck aus Washington

Zuletzt hieß es aus Washington, dass die US-Regierung weitere Sanktionen vorbereite und europäische Verbündete und Privatunternehmen dazu dränge, die Arbeiten am Bau der Pipeline zu stoppen. Die Regierung des scheidenden Präsidenten Donald Trump und auch Kongressabgeordnete beider Parteien beklagen, dass sich die Europäer von russischem Erdgas abhängig machen. Auch der designierte Präsident Joe Biden hat in der Vergangenheit das Projekt kritisiert. Gleichzeitig wollen die USA eigenes Erdgas nach Europa verkaufen.

Gazprom und seine Partner

Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Hinter dem Projekt steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten tragen soll. Die andere Hälfte finanzieren die europäischen Energieunternehmen Wintershall Dea, OMV, Uniper, Royal Dutch Shell und Engie.

ml/pgr (rtr, dpa)

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