Nike kündigt Boxer Pacquiao nach schwulenfeindlichen Äußerungen | Aktuell Asien | DW | 18.02.2016
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Aktuell Asien

Nike kündigt Boxer Pacquiao nach schwulenfeindlichen Äußerungen

Manny Pacquiao ist einer erfolgreichsten Boxer der Welt. In seiner Heimat Philippinen will er in den Senat. Der US-Konzern Nike hat ihn jetzt wegen der Beleidigung von Homosexuellen vor die Tür gesetzt.

Der US-Sportartikelhersteller Nike hat nach den Vertrag mit dem philippinischen Boxhelden Manny Pacquiao gekündigt, nachdem der 37-Jährige Homosexuelle in übler Form beleidigt hatte.

"Wir empfinden die Kommentare von Manny Pacquiao als abscheulich" erklärte das Unternehmen. "Nike wendet sich entschieden gegen jede Form der Diskriminierung und hat eine lange Tradition, die Rechte von Schwulen und Lesben zu unterstützen."

Entschuldigung nach einem Tag

Pacquiao hatte im philippinischen Fernsehen gesagt, homosexuelle Paare seien schlimmer als Tiere. Einen Tag später entschuldigte sich der Boxer via Twitter. "Es tut mir leid, dass ich Menschen durch den Vergleich von Homosexuellen mit Tieren verletzt habe. Bitte verzeiht mir", schrieb Pacquiao und veröffentlichte eine 30-sekündige Videobotschaft. Damit kam er allerdings zu spät. "Wir haben keine Beziehung mehr zu Manny Pacquiao", erklärte Nike. Die eigene Internetseite des Sportlers auf der Nike-Homepage ist nicht mehr erreichbar.

Kampf des Jahrhunderts: Pacquiao (r.) kassiert einen Schlag des US-Boxers Mayweather (Foto: Reuters)

"Kampf des Jahrhunderts": Pacquiao (r.) kassiert einen Schlag des US.Boxers Mayweather

Pacquiao ist einer der international bekanntesten Sportler der Philippinen und auch Kongressabgeordneter. Bei den Wahlen im Mai strebt er einen Sitz im Senat seiner Heimat an. Der Box-Star gewann in seiner Karriere acht Weltmeisterschaften in verschiedenen Gewichtsklassen. Im Mai 2015 hatte Pacquiao das als "Kampf des Jahrhunderts" deklarierte Duell gegen den US-Boxer Floyd Mayweather verloren.

wl/SC (dpa, sid)