Neuseeland: Keine Überlebenschance für gestrandete Wale | Aktuell Asien | DW | 05.04.2018
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Umwelt

Neuseeland: Keine Überlebenschance für gestrandete Wale

Tierschützer entdeckten die insgesamt 38 Grindwale an einem einsamen Strand auf der Südinsel Neuseelands. Für die meisten kam jede Hilfe zu spät, zwölf weitere Tiere mussten nach Rettungsversuchen eingeschläfert werden.

Dutzend Grindwale in Neuseeland gestrandet (picture-alliance/J. Watson)

Die gestrandeten Wale am Strand nahe der Ortschaft Haast

Am Mittwochmorgen (Ortszeit) erhielt das zuständige Department on Conservation (DOC) die Nachricht, dass zahlreiche Wale nahe der Mündung des Flusses Okuru in der Nähe der Ortschaft Haast gesichtet wurden. Später fanden Tierschützer insgesamt 38 Grindwale an einem einsamen Strand, viele von ihnen bereits verendet.

Mehrere Dutzend Helfer versuchten daraufhin verzweifelt, die noch lebenden Wale zurück ins Meer zu bugsieren, doch der schwere Seegang sowie die Beschaffenheit des Strands erschwerten den Rettungsversuch. "Die Tierschützer taten alles, was sie konnten. Sie richteten die Wale auf, kühlten sie und schützen sie vor der Sonne", berichtet DOC-Mitarbeiter Wayne Costello.

"Schwierige Entscheidung"

Letztendlich blieb Costello und seinen Helfern, darunter die Walrettungsorganisation Project Jonah und weitere Walexperten, nichts anderes übrig, als die letzten zwölf lebenden Tiere ebenfalls zu töten. Diese "schwierige Entscheidung" sei nach einer Beratung mit einem vor Ort lebenden Maori-Stamm getroffen worden.

Noch immer ist unklar, warum die Tiere an Land getrieben wurden. Ein Mitarbeiter von Project Jonah äußerte die Vermutung, dass ein Leittier verletzt oder krank wurde, seinen Orientierungssinn verlor und die anderen ihm dann folgten. Möglicherweise sind die Wale aber auch in eine Strömung geraten oder von einem anderen Tier angegriffen worden. Grindwale - auch Pilotwale genannt - werden bis zu acht Meter lang und erreichen ein Gewicht von bis zu drei Tonnen.

djo/se (dpa, doc.govt.nz)