Neues Wodka-Museum in Warschau feiert Polens Nationalgetränk | DW Reise | DW | 11.06.2018
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Reise

Neues Wodka-Museum in Warschau feiert Polens Nationalgetränk

Wodka gibt es nur in Russland? Von wegen! Es ist seit 500 Jahren das Nationalgetränk in Polen. Jetzt bekommt es ein eigenes Museum: Am Dienstag (12. Juni) eröffnet das Polnische Wodka-Museum in Warschau.

Könige und Bauern tranken ihn, er galt als Medizin, und während des Zweiten Weltkriegs wurden mit ihm die deutschen Besatzer bestochen: der polnische Wodka. Jetzt eröffnet in Warschau, im angesagten Stadtteil Praga unweit der Altstadt, ein neues Museum, das sich ausschließlich der 500-jährigen Geschichte des hochprozentigen polnischen Nationalgetränks widmet. 

In dem denkmalgeschützten Museumsgebäude aus dem 19. Jahrhundert brannte früher die Firma Koneser die (immer noch existierenden) Wodkamarken Wyborowa und Luksusowa. "Polen ist die Wiege des Wodkas", so der Präsident der Polnischen Wodka-Vereinigung, Andrzej Szumowski. "In Russland wurde Wodka  erst 100 Jahre später Nationalgetränk", kommentiert er den Streit zwischen den beiden Ländern um die Frage, wer die Heimat des Wodka sei. 

Polnisches Wodka-Museum in Warschau (picture-alliance/dpa/C. Sokolowski)

Ein Museum ausschließlich für den polnischen Wodka

Abhilfe bei der Klärung dieser Frage will das Polnische Wodka-Museum schaffen. Besucher können darüber bei einer Spirituosen-Verkostung diskutieren. Der Besucher erfährt in der Ausstellung, wie "Polnischer Wodka" nach traditionellem Rezept aus heimischen Kartoffeln oder Getreide hergestellt wird. Neben der Brennerei-Tradition wird auch die Trinkkultur des osteuropäischen Landes vorgestellt.

Trotz ihrer längeren Geschichte können die Polen den Russen beim Pro-Kopf-Verbrauch nicht "das Wässerchen" reichen: Die Russen trinken jährlich 16 Liter Hochprozentiges, die Polen kommen auf 6,5 Liter.

fm/ks (AFP, NYtimes)

In der Hauptstadt von Polen ist Kontrastprogramm angesagt. Könige, Besatzer und Diktatoren haben in Warschau ihre Spuren hinterlassen. In allen Epochen haben aber auch Freiheitskämpfer und Künstler das Leben mitgeprägt. 

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