Neues Erdbeben erschüttert die Philippinen | Aktuell Asien | DW | 23.04.2019
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Naturkatastrophen

Neues Erdbeben erschüttert die Philippinen

Nach dem folgenschweren Erdstoß vom Ostermontag bereitet ein noch heftigeres Erdbeben den Menschen auf den Philippinen Angst und Sorgen. Und die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Philippinen Porac Rettungsarbeiten nach Erdbeben (picture-alliance/AP Photo/B. Marquez)

Rettungskräfte bergen nach dem Erdbeben vom Montag einen Verschütteten

Das neue Erdbeben hatte eine Stärke von 6,4 und wurde auf der zentralen, viertgrößten philippinischen Insel Samar in einer Tiefe von 70 Kilometern registriert, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Inländische Medien berichten, unter den Trümmern eingestürzter Häuser seien Dutzende Menschen eingeschlossen. Verängstigte Menschen rannten wegen der Erschütterungen auf die Straße. Auf Bildern in Online-Netzwerken waren Risse in Straßen, eingestürzte Kirchenmauern und zersplitterte Glasscheiben zu sehen. Die Behörden warnten die Bevölkerung vor Nachbeben und riefen sie auf, Gebäude zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Am Montag war die Stadt Castillejos, etwa einhundert Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Manila, von einem Erdbeben erschüttert worden. Zunächst wurde seine Stärke mit 6,3 angegeben, später wurde die Angabe auf 6,1 nach unten korrigiert. Nach neuesten Berichten der Katastrophenschutzbehörde kamen mindestens 16 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen in der Provinz Pampanga. Mehr als hundert weitere Menschen wurden verletzt, darunter einige in Manila.

Philippinen Porac Rettungsarbeiten nach Erdbeben (picture-alliance/AP Photo/B. Marquez)

Unter den Trümmern dieses Gebäudes in Porac werden noch mehr als 20 Menschen vermisst

Noch viele Vermisste in Porac

Einsatzkräfte in der Stadt Porac suchen unter den Trümmern eines vierstöckigen Gebäudes, in dem ein Supermarkt untergebracht war, weiter nach Vermissten. Das Rote Kreuz beziffert ihre Zahl mit 24. "Jede Minute, jede Sekunde ist entscheidend bei diesem Rettungseinsatz", sagte Chris Palcis, der sich mit einem Spürhund an dem Einsatz beteiligt, der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der Gouverneurin von Pampanga, Lilia Pineda, hat sich mindestens ein Verschütteter bemerkbar machen können. Die Bergungsarbeiten, bei denen auch Presslufthammer und Kräne eingesetzt werden, gestalten sich schwierig. Es wird befürchtet, dass Trümmerteile verrutschen könnten.

Philippinen - Erdbeben der Stärke 6,3 - Manila (Getty Images/AFP/N. Celis)

In der Hauptstadt Manila strömten die Menschen nach dem Erdbeben vom Montag auf die Straße

Die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern infolge des Erdstoßes vom Montag, da Rettungskräfte noch nicht zu allen isolierten Ortschaften durchdringen konnten. In einigen Orten der zumeist ländlichen Provinz sind die Stromversorgung und die Telekommunikation unterbrochen. Philippinische Seismologen registrierten zudem mehr als 400 Nachbeben.

Die Philippinen gehören zum "Pazifischen Feuerring", dessen Merkmale häufige Erdbeben und Vulkanismus sind. Die Philippinen mit ihren 20 aktiven Vulkanen liegen auf der Grenze der philippinischen und eurasischen Kontinentalplatten.

se/sti/kle (afp, ap, rtr, kna)

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