Neuer syrisch-orthodoxer Patriarch von Antiochien gewählt | Nahost | DW | 01.04.2014
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nahost

Neuer syrisch-orthodoxer Patriarch von Antiochien gewählt

Die syrisch-orthodoxe Kirche hat ein neues Oberhaupt. Cyril Afrem Karim wurde am Montag vom Heiligen Synod seiner Kirche gewählt. Der neue Patriarch trägt den Namen Ignatius Afrem II. Karim.

Neues Oberhaupt der weltweiten syrisch-orthodoxen Kirche ist der Erzbischof Kyrill Aphrem Karim aus den USA. Die Wahl des 49-jährigen gebürtigen Syrers erfolgte im Kloster Atchaneh, der Patriarchenresidenz im Libanon, wie die deutsche Erzdiözese der syrisch-orthodoxen Kirche in Warburg mitteilte. Der Erzbischof ist der 123. Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien. Er ist Nachfolger von Ignatius Zakka I., der am 21. März bei einem Aufenthalt in Kiel im Alter von 81 Jahren gestorben war.

Der neue Patriarch stammt aus der syrischen Stadt Qamishli. Er studierte in Atchaneh und in Kairo. Von1982 bis 1984 war er Schüler des im April 2013 entführten Metropoliten Gregorios Youhanna Ibrahim in Aleppo. 1996 wurde er von Ignatius Zakka I. Iwas in Qamishli zum Bischof geweiht.

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien mit weltweit schätzungsweise 1,5 bis 3 Millionen, zählt zu den ältesten Kirchen weltweit. Drei Viertel ihrer Mitglieder leben heute in Indien. Ihre Liturgiesprache ist Aramäisch, die Sprache Jesu. Offizieller Sitz des Patriarchen ist Damaskus. Der jüngst verstorbene Patriarch Ignatius Zakka I. zog aber 2012 wegen des Bürgerkriegs in Syrien nach Beirut im Libanon um. In Deutschland hat die syrisch-orthodoxe Kirche ihren Sitz im Kloster St. Jakob von Sarug in Warburg.