Neue Zusammenstöße am Gazastreifen | Aktuell Welt | DW | 21.08.2021
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Nahost

Neue Zusammenstöße am Gazastreifen

Bei Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten am Grenzzaun zum Gazastreifen sind viele Menschen verletzt worden. Der Gewaltausbruch weckt Sorgen vor einer neuen Gewaltspirale.

Palästina | Proteste am Grenzzaun im Gazastreifen

Die Proteste am Grenzzaun im Gazastreifen zogen sich über mehrere Stunden hin

41 Palästinenser seien durch scharfe Munition verletzt worden, hieß es von den Behörden in Gaza. Ein 13-Jähriger und ein 14-Jähriger befänden sich in kritischem Zustand. Israels Armee teilte mit, ein Grenzpolizist sei vom Gazastreifen aus mit scharfer Munition beschossen worden. Er befinde sich in kritischem Zustand.

Aufruf der Hamas

Am Freitag hatte die islamistische, im Gazastreifen herrschende Hamas zu Protesten am Grenzzaun aufgerufen, um an einen Brand zu erinnern, der vor 52 Jahren an der Al-Aksa-Moschee gelegt worden war. Der Tempelberg (Al-Haram al-Scharif) in Jerusalem mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. 1969 legte ein psychisch kranker Mann ein Feuer, dem Teile der Moschee zum Opfer fielen.

Infografik Karte Israel Palästina DE

Nach Militärangaben aus Israel hatten sich am Samstag Hunderte Palästinenser drei Stunden lang im Grenzgebiet aufgehalten und versucht, über den Zaun zu klettern, sowie explosive Gegenstände auf die Soldaten geworfen. Die Soldaten hätten mit Maßnahmen zur Zerstreuung von Protesten reagiert, inklusive scharfer Munition, hieß es.

Im Mai hatten sich Israel und militante Palästinenser einen elftägigen bewaffneten Konflikt geliefert, bei dem in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet wurden, im Gazastreifen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen.

Einstufung als Terrorgruppe

Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen.

Am Montag hatten militante Palästinenser nach israelischen Angaben eine Rakete aus dem Gazastreifen in Richtung Südisrael abgefeuert. Dies war der erste Raketenbeschuss aus dem Küstengebiet seit dem bewaffneten Konflikt im Mai gewesen.

haz/gri (dpa, rtr, afp)

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