Neue Ordnung für Nordeuropa | Geschichte | DW | 13.01.2014
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Geschichte

Neue Ordnung für Nordeuropa

Ein Ereignis, das kaum jemand kennt, feiert Jubiläum: Vor 200 Jahren wurde der Kieler Frieden geschlossen. Den Jahrestag begehen Schleswig-Holsteiner und Norweger gemeinsam.

König Karl XIV. Johann (1763-1844)

Einer des Protagonisten im Kieler Frieden: der spätere schwedische König Karl XIV. Johann (1763-1844)

Vom Kieler Matrosenaufstand von 1918 und seiner Bedeutung für das Ende des Kaiserreichs hört in Deutschland jedes Schulkind im Geschichtsunterricht. Vom Kieler Frieden von 1814 haben selbst viele Historiker wenig oder keine Ahnung. Zu Unrecht, denn am 14. Januar vor 200 Jahren fiel an der Förde eine Entscheidung großer Tragweite. "Der Kieler Frieden hat Nordeuropa neu strukturiert", sagt die Historikerin Sonja Kinzler.

Im Zuge der Napoleonischen Kriege musste das militärisch unterlegene Dänemark, das den Franzosen-Kaiser politisch unterstützt hatte, Norwegen an Schweden abgeben. Nichts Geringeres als eine territoriale Neuordnung Skandinaviens wurde damals in Kiel besiegelt. Das Ganze mündete letztlich in Norwegens Unabhängigkeit (1905) und führte auch zur Loslösung Schleswig-Holsteins von Dänemark 1864.

Weil der Kieler Frieden Norwegen den Weg zur Unabhängigkeit bahnte, feiern Schleswig-Holstein, Kiel und Norwegen den 200. Jahrestag des Ereignisses auch gemeinsam. Zum Festakt wird Regierungschef Torsten Albig (SPD) am Dienstag nächster Woche den norwegischen Parlamentspräsidenten Olemic Thommessen begrüßen - im Schloss, ganz in der Nähe des Ortes, an dem der Kieler Frieden abgeschlossen wurde. Mehrere hundert Norweger werden extra zum Jubiläum nach Kiel kommen - mit der Fähre aus Oslo.

jz/mt (dpa)