Neue Eskalation zwischen Kanada und China | Aktuell Welt | DW | 30.04.2019
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Todesstrafe

Neue Eskalation zwischen Kanada und China

Die Beziehung zwischen Kanada und China ist belastet, seit vor Monaten eine chinesische Finanzchefin in Kanada festgenommen wurde. China reagiert mit rigorosen Mitteln im eigenen Land.

China hat erneut einen Kanadier wegen Drogengeschäften zum Tode verurteilt. Wie ein Gericht in der südchinesischen Stadt Jiangmen  mitteilte, erhielten der Kanadier Fan Wei und ein Mann namens Wu Ziping, dessen Nationalität nicht genannt wurde, die Todesstrafe. Sie sollen Köpfe einer Bande gewesen sein, die Drogen herstellte und verkaufte. Insgesamt seien in dem Fall elf Menschen verurteilt worden, darunter auch ein US-Amerikaner und vier Mexikaner, die lebenslange Haftstrafen erhielten.

Erst im Januar hatte ein chinesisches Gericht den Kanadier Robert Lloyd Schellenberg wegen Drogengeschäften zum Tode verurteilt, nachdem er in einer früheren Verhandlung zunächst zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war. In China drohen überführten Drogenschmugglern entweder lange Haftstrafen oder die Todesstrafe.

Chinesische Vergeltungstat

Das neueste Todesurteil ist der nächste Schritt einer diplomatischen Krise zwischen Kanada und China. Sie geht zurück auf die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei, Meng Wanzhou, vergangenen Dezember in Kanada.

Sie soll der Auslöser der Krise sein: Finanzchefin Meng Wanzhou

Sie soll der Auslöser der Krise sein: Finanzchefin Meng Wanzhou

Der Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei wird in den USA Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen.

In China werden seitdem zwei Kanadier festgehalten, denen vorgeworfen wird, in Aktivitäten verwickelt zu sein, die "die nationale Sicherheit gefährden". Manche Kritiker werten die Inhaftierungen als chinesische Vergeltung für das Vorgehen gegen die Chinesin.

lh/fab (dpa, rtr)

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