″Nah an der Geschichte der Musik″: Elektropionier Brian Eno präsentiert Klanginstallation | Kunst | DW | 29.03.2018
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Kunst

"Nah an der Geschichte der Musik": Elektropionier Brian Eno präsentiert Klanginstallation

Brian Eno ist ein begnadeter Künstler. Er hat mit David Bowie, Coldplay und U2 gearbeitet. Nun zeigt der Pionier der elektronischen Musik im Berliner Martin-Gropius-Bau seine Klanginstallation "Empty Formalism".

Der Brite hat nicht nur die großen Namen der Musikindustrie produziert, sondern komponierte auch eigene experimentelle und elektronische Musik. Darunter auch so Ausgefallenes wie Handy-Klingeltöne oder die Startmelodie für Windows 95. Jetzt zeigt Brian Eno im Berliner Martin-Gropius-Bau ein Klang-Kunstwerk. Im Lichthof des Museums ist seit Donnerstag (29.03.2018) "Empty Formalism" zu sehen. Die Installation zeigt auf sechs Leinwänden farbige, sich kontinuierlich wandelnde Flächen, dazu sind sphärische Klänge zu hören - Kunst zum Eintauchen.

Weitere Stars erwartet

Sein Werk ist Teil der Ausstellung "ISM Hexadome". So heißt die aufgebaute Kuppel mit den Leinwänden und einem 52-Kanal-Lautsprechersystem. Veranstalter ist die Initiative "Institute for Sound and Music". Sie setzt sich für elektronische Musik als Kunstform ein. Brian Eno erklärt das Konzept in der Ankündigung zur Ausstellung so: "Diese Ausstellung ist eine Version eines leeren Formalismus. Hiermit meine ich, dass die Arbeit näher an der Geschichte der Musik als an der Geschichte der Malerei orientiert ist." Bis zum 22. April werden neben Eno auch noch andere Künstler die Kuppel bespielen, darunter Radiohead-Frontmann Thom Yorke und der australische Komponist Ben Frost.

Poträt von Brian Eno in Berlin. (picture-alliance/dpa/J. Carstensen)

Künstlerisches Allround-Talent: Brian Eno

Eno ist ein Allround-Künstler. Er schrieb, komponierte und produzierte Musik für unzählige Bands und Künstler. Auch für Filme wie "Trainspotting", "28 Tage später" und "In meinem Himmel" steuerte er Produktionen bei. In den 1990ern mehrten sich Enos Kunstprojekte.

Meist konzentrieren sich seine Werke auf Installationen, deren Wirkung er mit eigens komponierter Musik untermalt. "Empty Formalism" setzt diese Serie nun fort.

fs/bb (dpa)

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