Nach Aufgabe: Hohe Geldstrafe für Mischa Zverev | Sport | DW | 23.01.2018
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Tennis

Nach Aufgabe: Hohe Geldstrafe für Mischa Zverev

Antrittsprämie kassieren, obwohl der Profi angeschlagen ist? Die Grand-Slam-Organisatoren haben dafür eine Regeländerung durchgesetzt, die nun bei den Australian Open auf den deutschen Tennisprofi angewendet wird.

Der deutsche Tennisprofi Mischa Zverev ist wegen seiner Aufgabe in der ersten Runde der Australian Open zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt worden. Wie am Dienstag bei dem Grand-Slam-Turnier in Melbourne mitgeteilt wurde, muss der 30-Jährige 45.000 US-Dollar bezahlen: wegen seiner "Erstrunden-Leistung" (Paragraf IIIG "first round performance"). Sein Preisgeld für die erste Runde betrug 47.000 US-Dollar. Zverev wird gegen die Geldstrafe Einspruch einlegen - das kündigte sein Management an.

Zverev hatte am vergangenen Dienstag in seinem Match gegen den Südkoreaner Hyeon Chung, der inzwischen nach Siegen gegen Alexander Zverev und Novak Djokovic im Viertelfinale der Australian Open steht, beim Stand von 2:6, 1:4 wegen Verletzung aufgegeben. Der ältere der beiden Zverev-Brüder klagte später über eine Knochenhautentzündung in der Schulter seines linken Schlagarmes sowie einen Infekt mit Fieber.

Halbe-halbe machen

Ende November 2017 hatten die Organisatoren der vier Grand-Slam-Turniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York Regeländerungen beschlossen, die zu einer solch hohen Geldstrafe führen können. So erhalten Spieler, die innerhalb von vier Tagen vor Turnierbeginn verletzungsbedingt zurückziehen, die Hälfte des Preisgeldes für ein Erstrunden-Aus. Die andere Hälfte geht an die Lucky Loser aus der Qualifikation, die dadurch ins Hauptfeld rutschen. Durch die Regel soll verhindert werden, dass angeschlagene Profis nur wegen der Prämie antreten, dann aber aufgeben.

sw/sn (dpa, sid)