Multimedia-Reportage über Orang-Utan: „Liebe auf den ersten Blick“ | Pressemitteilungen | DW | 17.08.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Pressemitteilungen

Multimedia-Reportage über Orang-Utan: „Liebe auf den ersten Blick“

Die Multimedia-Reportage der DW über ein Orang-Utan-Waisenkind auf Sumatra ist zum Welt-Orang-Utan-Tag am Sonntag, 19. August, auf dw.com verfügbar: auf Deutsch, Englisch und Spanisch.

Ob am Smartphone, Tablet oder PC – die Netz-Dokumentation aus der DW-Umweltreihe Global Ideas, entstanden in Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, ist spektakulär nah dran. 

DW-Reporterin Inga Sieg und Kameramann Axel Warnstedt waren 2014 erstmals in den Bukit-Tigapuluh-Nationalpark gereist. Genauer: in die Dschungelschule der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) im Herzen der indonesischen Insel Sumatra. Dort hat das DW-Team das Orang-Utan-Mädchen Dora getroffen. Zuvor lebte Dora in Gefangenschaft, kam dann in die Orang-Utan-Station der ZGF, wo sie auf ein Leben im Dschungel vorbereitet wurde. „Klettertraining, Nahrungskunde – hier lernen Orang-Utans alles, was sie wissen müssen. Dora war fünf Jahre alt und eine eifrige Schülerin. Für uns war es Liebe auf den ersten Blick“, erzählt die DW-Reporterin. 

Mehrere Tage verbrachten Inga Sieg und Axel Warnstedt mit Dora und anderen Orang-Utans im Wald. „Selbst abends haben wir sie am Käfig besucht“, verrät Sieg. Die Dreharbeiten endeten damals mit Doras Auswilderung. 

„Die Heimat der Orang-Utans schrumpft weiter“

Auch lange nach ihrer Rückkehr nach Deutschland ließ das Orang-Utan-Weibchen Reporterin und Kameramann nicht los. „Wir haben gesehen, wie der Lebensraum der Menschenaffen und vieler anderer Tiere in rasender Geschwindigkeit abgeholzt wird. Schon jetzt sind 80 Prozent des Regenwalds auf Sumatra abgeholzt. Die Heimat der Orang-Utans schrumpft weiter“, erläutert Warnstedt.

Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht, die Ursache dafür ist der Verlust ihres Lebensraums. Auf Java gibt es sie bereits nicht mehr. Auf Borneo und Sumatra leben laut Weltschutzunion IUCN nur noch knapp 120.000 Tiere, der WWF spricht von weit weniger Orang Utans.

Im November 2017 machte sich das DW-Team noch einmal auf nach Sumatra, um Dora zu suchen. Gemeinsam mit den Beschäftigten der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt fanden sie den jungen Orang-Utan wieder – und stellten fest: Dora kommt im Wald zurecht, sie ist gesund und findet ausreichend Nahrung. Wie einige ihrer Artgenossen besucht sie noch ab und zu die ZGF-Dschungelschule, wo sie gelernt hat, ein Affe in Freiheit zu sein. Dora ist einer von 180 Orang-Utans, die hier im Laufe von 17 Jahren trainiert und ausgewildert wurden. So wächst in Bukit Tigapuluh eine neue Population heran. 

Einblick in die Arbeit der Tierschützer 

Aus den Reisen des DW-Teams ist mit Hilfe der Multimedia-Software Pageflow eine packende Netzdokumentation mit Videos, Fotos und Text-Informationen entstanden. Nutzerinnen und Nutzer der Doku verfolgen Doras Schicksal  hautnah – von ihrer Zeit in der Dschungelschule über ihre Auswilderung bis zum Wiedersehen Jahre später. Die Multimedia-Reportage erklärt die Hintergründe für die Abholzung des Regenwalds und zeigt die Gefahren für die Orang-Utans. 

Global Ideas ist eine mehrfach ausgezeichnete Umweltreihe der DW, die über Projekte zum Schutz der globalen Artenvielfalt weltweit berichtet. Global Ideas wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links