Monstersturm wütet in Indien | Aktuell Asien | DW | 13.10.2013
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Aktuell Asien

Monstersturm wütet in Indien

Mit Windgeschwindigkeiten von bis 200 Stundenkilometern hat der Riesen-Zyklon "Phailin" die Ostküste Indiens heimgesucht. Mindestens 23 Menschen starben, zwölf Millionen Einwohner sind von den Unwettern betroffen.

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Monstersturm Phailin verwüstete indische Küste

Der gewaltige Wirbelsturm "Phailin" hat an der Ostküste Indiens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach offiziellen Angaben starben mehrere Menschen, als entwurzelte Bäume ihre Häuser trafen. Augenzeugen berichteten Sonntag von zahlreichen Überflutungen, umgeworfenen Autos und zerstörten Stromleitungen.

Der nach Meteorologen-Angaben "sehr schwere Zyklon" war am Samstagabend mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern nahe der Stadt Gopalpur auf Land getroffen. In einer der größten Evakuierungsaktionen seit Jahrzehnten brachten die Behörden fast eine Million Menschen aus den Küstengebieten in den Bundesstaaten Orissa und Andhra Pradesh in Sicherheit. Insgesamt waren rund zwölf Millionen Menschen durch den Sturm betroffen.

Rettungs- und Hilfskräfte begannen am Morgen damit, Straßen freizuräumen und die Kommunikation wieder herzustellen. Auch Ärzte und Medikamente wurden nach Medienberichten in die betroffene Region entsandt sowie Tausende Essenspakete bereitgestellt. Die Armeehelikopter konnten wegen der anhaltend starken Winde aber zunächst noch nicht starten.

Menschen in den bedrohten Gebieten warten auf ihre Evakuierung (Foto: Reuters)

Menschen in den bedrohten Gebieten warten auf ihre Evakuierung

Der Sturm schwächte sich im Verlauf der Nacht ab, erreichte am Sonntagmorgen aber noch immer Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern in der Stunde. Weitere starke Regenfälle werden vorausgesagt.

"Phailin" ist der stärkste Sturm, der Indien seit 14 Jahren heimsucht. Damals kamen in Orissa 15.000 Menschen ums Leben. Ein Vertreter des UN-Entwicklungsprogramms erklärte, seit 1999 habe Indien eine Menge dazugelernt. Zwar könne es schwere Sachschäden geben, und auch die Ernte werde betroffen sein. "Es werden aber deutlich weniger Menschen umkommen."

Mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern fegte unterdessen der Taifun "Nairi" über den Norden der Philippinen hinweg. Die Zahl der Toten stieg auf mindestens 13. Der Wirbelsturm war in der Nacht zuvor an der Ostküste der Hauptinsel Luzon auf Land getroffen. Auf seinem Weg über die Insel deckte er tausende Häuser ab und knickte unzählige Bäume sowie Strommasten um. Zeitweise fiel im gesamten Sturmgebiet der Strom aus. Mehr als zwei Millionen Menschen waren davon betroffen, wie die Behörden mitteilten. Viele Gegenden wurden überflutet.

"Nairis" Vorläufer hatten schon seit Tagen für starke Niederschläge gesorgt. Entgegen den Warnungen von Wetterexperten wurde die Hauptstadt Manila aber nicht überflutet. Dafür droht von einer anderen Seite neue Gefahr: Für den Osten der Philippinen gaben die Behörden eine Unwetterwarnung heraus. Dort soll am Montag der Tropensturm "Wipha" in die Küstenregion vorrücken.

sti/re (dpa, epd)

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