Modigliani-Gemälde für 157 Millionen Dollar versteigert | Aktuell Kultur | DW | 15.05.2018
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Kunst-Auktion

Modigliani-Gemälde für 157 Millionen Dollar versteigert

Das war teuer: Ein Aktgemälde des italienischen Malers Amedeo Modigliani hat in New York einen neuen Besitzer gefunden. Es kam für 157 Millionen Dollar (etwa 132 Mio Euro) unter den Hammer.

Das Werk "Liegender Akt (auf der linken Seite)" von 1917 ist damit auch das teuerste versteigerte Gemälde in der Geschichte des 1744 in London gegründeten Auktionshauses Sotheby's. Der Höchstpreis von 170 Millionen Dollar für einen Modigliani wurde bei der Auktion in New York allerdings verfehlt.

Ein Skandal in der Kunstwelt

"Nu couché (sur le côté gauche)" zeigt eine auf weißer Decke liegende Frau, die dem Betrachter den Rücken zuwendet und über ihre Schulter blickt. Modigliani (1884-1920) malte insgesamt 22 liegende nackte Frauen, die damals für einen Skandal in der Kunstwelt sorgten. Die meisten davon sind heute im Besitz von Museen.

Der vorige Besitzer hatte für "Nu couché" 2003 nicht einmal ein Sechstel des jetzt erzielten Erlöses gezahlt. Pablo Picassos Akt "Le Repos", das seine Geliebte Marie-Thérèse Walter zeigt, wurde am Montag für fast 37 Millionen Dollar (31 Mio Euro) versteigert.

Sotheby's-Konkurrent Christie's bereitete sich unterdessen auf die Versteigerung wertvoller Gemälde aus dem 20. Jahrhundert vor. Bei zwei Kunstwerken - Kasimir Malewitschs "Suprematistische Komposition" und Constantin Brancusis Skulptur "La Jeune Fille Sophistiquée" - rechnete das Auktionshaus zuletzt mit einem Erlös von jeweils 70 Millionen Dollar (59 Mio Euro).

Für die Auktion eingeplant war ursprünglich auch Picassos wertvolles Selbstporträt "Le Marin". Dieses wurde bei letzten Vorbereitungen aber "versehentlich beschädigt" und musste zur Restaurierung von der Auktion zurückgezogen werden, wie Christie's mitteilte.

haz/wa (dpa, afp, ap)

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