Mit Hightech auf Spurensuche | DokFilm | DW | 07.10.2018
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DokFilm

Mit Hightech auf Spurensuche

Die moderne Archäologie arbeitet heute oft mit digitaler Technik. Forscher haben so, ohne einen Spatenstich, Tausende neuer Fundstellen entdeckt - ein enormer Gewinn für die Wissenschaft. Neue Erkenntnisse aus der virtuellen Vergangenheit.

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Die geophysikalischen Methoden stammen ursprünglich nicht aus der Altertumsforschung, sondern aus dem militärischen Bereich. Mit dieser Technologie sollten, mit Hilfe der Geomagnetik, feindliche U-Boote aufgespürt werden - in der Archäologie wiederum machen sie jetzt Mauern, Gräben und Gräber im Boden sichtbar. In Irland suchen irische und deutsche Wissenschaftler nach den sagenumwobenen Ringwallanlagen und jungsteinzeitlichen Hügelgräbern. Im hessischen Glauberg macht die geophysikalische Erfassung verborgene Prozessionsstraßen sichtbar. Schiffsarchäologen aus Bremerhaven nutzen digitale Technik, um Schiffswracks zu rekonstruieren. In Berlin entwickeln Archäologen gemeinsam mit Game-Designern Projekte. So entstand auch die virtuelle Kopie eines Tempels in Aleppo. Die Berliner hatten ihn in noch friedlichen Zeiten millimetergenau gescannt, nicht ahnend, wie wichtig diese Daten einmal werden würden. Inzwischen ist der Tempel schwer beschädigt. Dank der Scannerdaten ist der Tempel des Wettergottes in Aleppo wenigstens virtuell noch vorhanden.