Mit dem Zug durch Ecuador | DokFilm | DW | 18.09.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

DokFilm

Mit dem Zug durch Ecuador

Die Eisenbahn in Ecuador erfährt eine Renaissance. Sie gilt als spektakulärste Eisenbahnstrecke Südamerikas. Tief unten in der Schlucht des Río Chanchán beginnt das Herzstück des Schienenstrangs, die Nariz del Diablo, die Teufelsnase, ein 100 Meter großer Felsvorsprung. Im Zickzack überwindet hier der Zug 500 Höhenmeter. Keine Fahrt für zarte Gemüter.

Video ansehen 42:34
Jetzt live
42:34 Min.

Seit einigen Jahren ist die Hauptstrecke zwischen der Küstenstadt Guayaquil und der Hauptstadt Quito wieder in Betrieb. Die transecuadorianische Bahnstrecke ist 450 Kilometer lang und führt von der Pazifikküste hinauf ins Hochland der Anden. Auf ihrer Zugreise durch Ecuador werden die Reporter von Mopedfahrern begleitet, die - in Ermangelung von Bahnschranken - unterwegs die Bahnübergänge sichern. Am Fuße der Anden lebt eine der ältesten indigenen Gruppen Ecuadors - die Shuar. Sie halten eine Zeremonie ab, um herauszufinden, ob ein Fremder willkommen ist. Weiter geht es mit dem Tren Crucero, dem "Kreuzfahrtzug", dem einzigen durchgängigen Zug auf der Strecke. Er fährt nur alle zwei Wochen und hat Platz für 54 Fahrgäste. Tief unten in der Schlucht des Río Chanchán beginnt das Herzstück der Eisenbahnstrecke - sie gilt als die schwierigste weltweit. Im Zickzack fährt der Zug die Nariz del Diablo, hinauf. Die "Teufelsnase" ist ein 100 Meter großer Felsvorsprung, durchschnitten von Spitzkehren, in denen die Gleise fast übereinander liegen. 500 Höhenmeter werden hier überwunden. Am nächsten Tag erreicht der Zug die Haltestelle von Urbina, die mit ihren 3.609 Metern über dem Meeresspiegel als höchster Bahnhof Ecuadors gilt. Noch einmal 500 Meter höher begleiten die Reporter ein "lebendes Kulturerbe", Baltazar Ushka, den letzten Eisstecher des Chimborazo. Entlang der "Allee der Vulkane", wie Alexander von Humboldt das andinische Hochland hier nannte, erreicht man den Nationalpark Cotopaxi mit seinen Wildpferden. Endpunkt des Schienenabenteuers ist Quito, die höchstgelegene Hauptstadt der Welt.