Minister in Kairo entgeht einem Sprengstoffanschlag | Aktuell Nahost | DW | 05.09.2013
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Aktuell Nahost

Minister in Kairo entgeht einem Sprengstoffanschlag

Es war einige Tage ruhiger geworden in der ägyptischen Hauptstadt. Ein Sprengstoffanschlag änderte die Situation nun schlagartig. Ziel war Innenminister Mohammed Ibrahim, der aber unversehrt blieb.

Sechs andere Menschen wurden bei dem Sprengstoffattentat verletzt. Es handelt sich nach Angaben der Behörden um fünf Leibwächter und einen Passanten. Die Polizei habe zwei mutmaßliche Angreifer erschossen.

Den offiziellen Angaben zufolge explodierten neben der Fahrzeugkolonne von Minister Ibrahim kurz hintereinander drei Bomben. Sie waren von zwei Männern auf einem am Straßenrand abgestellten Motorrad befestigt worden. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe des Hauses des Ministers im Stadtteil Nasr-City, als Ibrahim in Begleitung seiner Leibwächter zur Arbeit fahren wollte. Zur Identität der beiden Angreifer lagen zunächst keine Informationen vor.

Feinde auf allen Seiten

Solche Sprengstoffanschläge sind in Ägypten laut Korrespondentenberichten selten. Beobachter vermuteten einen Zusammenhang zwischen dem Attentat und der Festnahme des Anführers der Al-Kaida-Terroristen auf der Sinai-Halbinsel, Adel Habara, am vergangenen Wochenende. Minister Ibrahim hat viele Feinde, sowohl unter Ägyptens Islamisten als auch unter den sogenannten Revolutionären, die ihm die Schuld an der Tötung zahlreicher Demonstranten aus ihren Reihen geben.

ml/uh (rtr, dpa, afp)