Mindestens zwölf Tote bei Selbstmordanschlägen | Aktuell Asien | DW | 01.09.2012
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Aktuell Asien

Mindestens zwölf Tote bei Selbstmordanschlägen

Die radikalislamischen Taliban bekennen sich zu einem Terror-Anschlag im ostafghanischen Sajedabad. Die Attentäter hatten einen Markt vor dem NATO-Stützpunkt im Visier.

Ein Selbstmordattentäter habe sich in der Nähe des Tors des Stützpunkts in Sajedabad in die Luft gesprengt und so den Weg für einen Laster mit Sprengstoff frei gemacht, heißt es bei der Polizei in der Provinz Wardak. Durch die beiden Explosionen in Afghanistan seien so viele Menschen verletzt worden, dass sie zunächst "kaum gezählt werden" konnten. Die Anschläge vor dem NATO-Stützpunkt hätten vor allem einen Markt getroffen, der durch die Attacken völlig zerstört worden sei. Bei den Toten handle es sich um Marktbesucher und Polizisten.

Die Gesundheitsbehörden beziffern die Zahl der Verletzten mit mehr als 50. Zehn von ihnen seien wegen der Schwere ihrer Verletzungen zur Behandlung in die Hauptstadt Kabul gebracht worden. Ein westlicher Militärangehöriger sprach zudem von zwei verletzten NATO-Soldaten, was die ISAF-Truppe aber dementierte.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag im Osten Afghanistans. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in Afghanistan nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 1145 Zivilisten getötet und knapp 2000 verletzt.

USA beschießen Extremisten-Stützpunkt

Bei einem Drohnenangriff auf einen mutmaßlichen Stützpunkt von Aufständischen im Nordwesten Pakistans sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen gab es auch drei Verletzte. Das unbemannte Fluggerät habe im Stammesgebiet Nord-Waziristan in der Grenzregion zu Afghanistan mindestens vier Raketen abgefeuert, heißt es weiter. Die Region gilt als Rückzugsort für Taliban und Anhänger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Am 24. August waren in diesem Gebiet bei drei US-Drohnenangriffen mindestens 16 mutmaßliche Extremisten getötet worden. Das Außenministerium in Islamabad hatte daraufhin einen hochrangigen US-Diplomaten einbestellt und ihm mitgeteilt, dass der Drohnenbeschuss illegal und inakzeptabel sei. Pakistan protestiert seit längerem gegen die Angriffe. Die USA ignorieren das.

rb/kle (apf, dapd, dpa)