Mindestens zehn Verletzte nach Explosion in St. Petersburg | Aktuell Europa | DW | 27.12.2017
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Sicherheit

Mindestens zehn Verletzte nach Explosion in St. Petersburg

In einem Einkaufszentrum der zweitgrößten russischen Stadt ist ein Sprengsatz in einem Taschenschließfach detoniert. Präsident Putin spricht von einem Terroranschlag.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich die Explosion gegen 18.30 Uhr Ortszeit in einem Supermarkt nordöstlich des Stadtzentrums. Laut jüngsten Behördenangaben wurden zehn Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Davon konnte eine Person die Klinik bereits wieder verlassen. Mehrere Menschen mit leichten Verwundungen wurden ambulant behandelt.

Explodiert sei ein selbstgebauter Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 200 Gramm Dynamit, sagte Swetlana Petrenko, Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees in Moskau. Die Bombe sei zusätzlich mit Metallteilen gespickt gewesen.

Beamte aus Moskau helfen bei Ermittlungen

Der russische Präsident Wladimir Putin sprach in einer Erklärung von einem Terroranschlag. Die Behörden schickten erfahrene Beamte aus Moskau, um den Fall zu untersuchen.

Nach örtlichen Medienberichten ereignete sich die Explosion im Schließfach eines Supermarkts. Ein Vertreter des Katastrophenschutzministeriums sagte der Nachrichtenagentur Interfax, am Explosionsort sei kein Feuer ausgebrochen. Alle Kunden seien aus dem Supermarkt in Sicherheit gebracht worden.

Experten hielten auch eine Erpressung oder organisierte Kriminalität als Hintergrund für möglich. Andererseits haben russische Behörden sich in den vergangenen Monaten gescheut, Terroranschläge als solche einzustufen, auch wenn es klare Hinweise dafür gab. Mitte Dezember hatte Putin mitgeteilt, seine Sicherheitskräfte hätten dank Informationen des US-Geheimdienstes CIA Anschläge in St. Petersburg verhindern können. Im April waren bei einem islamistischen Bombenanschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg 15 Menschen getötet worden.

myk/jj/gri (dpa, afp, ape)