Mindestens 98 Tote durch Erdbeben in Indonesien | Aktuell Asien | DW | 06.08.2018
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Naturkatastrophe

Mindestens 98 Tote durch Erdbeben in Indonesien

Schon wieder hat vor der indonesischen Urlaubsinsel Lombok die Erde gebebt. Viele Touristen kennen nur noch ein Ziel: Schnell wollen sie das Inselparadies verlassen. Fluggesellschaften kündigten zusätzliche Flüge an.

Indonesien nach dem Erdbeben in Lombok hunderte versuchen die Gili-Inseln zu verlassen (Reuters/Indonesia Water Police)

Hunderte Urlauber versuchen die Gili-Inseln zu verlassen

Nach dem erneuten schweren Erdbeben vor der indonesischen Insel Lombok ist die Zahl der Toten auf mindestens 98 gestiegen. Diese Zahl nannte ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde: "Das ist ein vorläufiger Bericht. Wir gehen davon aus, dass die Zahl noch steigen wird,"  Am Flughafen der Stadt Mataram bildeten sich lange Schlangen. Unter den Toten sei kein Ausländer, teilte der Katastrophenschutz mit. Mehrere Fluggesellschaften kündigten zusätzliche Flüge an, um Urlaubern die Abreise zu ermöglichen. Etwa 1000 Touristen aus dem In- und Ausland seien in Booten von drei Inseln im Nordwesten von Lombok in Sicherheit gebracht worden.

Hunderte Menschen seien verletzt worden, so der Katastrophenschutz-Sprecher weiter. Das Beben am Sonntagabend hatte eine Stärke von 6,9. Das Zentrum lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Lombok in 15 Kilometern Tiefe. Es folgten zahlreiche Nachbeben, vielerorts fiel der Strom aus. Auch auf Bali war das Beben deutlich zu spüren. Unter Einwohnern und Touristen der Nachbarinsel brach Panik aus. In Balis Hauptstadt Denpasar kamen durch die Erschütterungen zwei Menschen ums Leben.

Lombok war erst vor einer Woche von einem Erdbeben erschüttert worden. Dabei wurden 16 Menschen getötet. Außerdem gab es mehr als 350 Verletzte. 

Die meisten Opfer des jüngsten Bebens gab es den Behördenangaben zufolge im Norden und Osten der Insel und damit nicht in den Haupttouristenorten, die im Süden und Westen liegen.

Dörfer überflutet

Meerwasser überflutete zwei Dörfer mit einer Höhe von zehn und 13 Zentimeter, wie Dwikorita Karnawati, Leiterin der indonesischen Wetter- und Geophysikbehörde, bekannt gab. Ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde ging davon aus, dass zahlreiche Gebäude in Lomboks Hauptort Mataram beschädigt worden seien. Die meisten Häuser seien mit nicht besonders widerstandsfähigem Material gebaut worden.

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Katastrophe im Urlaubsparadies

Der indonesische Präsident Joko Widodo kündigte finanzielle Entschädigungen für die Bewohner an, deren Häuser durch das Beben zerstört wurden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Antara News berichtete.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus.

sti/nob/wo/sam (dpa, afp, rtr)

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