Mindestens 31 Tote bei Waldbränden in Kalifornien | Aktuell Amerika | DW | 12.11.2018
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USA

Mindestens 31 Tote bei Waldbränden in Kalifornien

Die Flammen im "Sonnenstaat" der USA stellen inzwischen Negativrekorde auf. Allein bei dem Brand in der Region um die Stadt Paradise kamen vermutlich mehr Menschen ums Leben als je bei einem Feuer in Kalifornien zuvor.

Bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 31 gestiegen. Allein bei dem "Camp Fire" genannten Waldbrand in der Region um die nordkalifornische Kleinstadt Paradise kamen nach Behördenangaben 29 Menschen ums Leben. Damit sind bei diesem Feuer mindestens so viele Menschen gestorben wie beim bislang tödlichsten Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens, dem "Griffith-Park"-Feuer im Jahr 1933.

Ein brennender Weinberg in der Nähe von Thousand Oaks (Foto: Reuters/E. Thayer)

Ein brennender Weinberg in der Nähe von Thousand Oaks

"Heute wurden die sterblichen Überreste von sechs weiteren Menschen geborgen", sagte der Sheriff des Landkreises Butte, Kory Honea, bei einer Pressekonferenz. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, zahlreiche Menschen gelten als vermisst. Das "Camp Fire" hat bislang ein 45.000 Hektar großes Gebiet verwüstet. Allein in Paradise wurden mehr als 6700 Häuser von den Flammen zerstört. Nach Behördenangaben ist das Feuer bislang nur zu 25 Prozent eingedämmt. Die Löscharbeiten würden vermutlich noch drei Wochen andauern. Starke Winde erschweren die Aktionen.

Eine Veterinärin bringt bei Paradise eine Gans in Sicherheit (Foto: Reuters/S. Lam)

Leben retten, so lange es geht: Eine Veterinärin bringt bei Paradise eine Gans in Sicherheit

Weiter südlich in Kalifornien wurden beim Waldbrand "Woolsey Fire" mindestens zwei Menschen getötet. Die Leichen wurden im Gebiet zwischen Los Angeles und dem Prominentenort Malibu in einem Fahrzeug auf einer privaten Auffahrt gefunden.

Die Waldbrände in Kalifornien haben insgesamt 250.000 Menschen in die Flucht getrieben. Gouverneur Jerry Brown warnte, der Bundesstaat werde auch in den kommenden Jahren immer wieder mit schweren Katastrophen dieser Art zu kämpfen haben. "Das ist nicht die neue Normalität, das ist die neue Abnormalität", so Brown.

Ein Löschflugzeug im Einsatz nahe Malibu (Foto: Reuters/E. Thayer)

Ein Löschflugzeug im Einsatz nahe Malibu

US-Präsident Donald Trump machte derweil über den Kurznachrichtendienst Twitter die Behörden für die Feuer verantwortlich. "Es gibt keinen anderen Grund für diese massiven, tödlichen und kostspieligen Waldbrände in Kalifornien außer den, dass die Wälder schlecht verwaltet werden", schrieb er. Zuvor schon hatte er den Behörden vorgeworfen, Totholz nicht aus dem Wald zu entfernen. Die kalifornischen Behörden machen dagegen den Klimawandel für die Brände verantwortlich und verweisen darauf, dass es auch in von der US-Regierung verwalteten Wäldern brannte.

sti/uh (afp, dpa, rtr)

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