Mindestens 15 Tote bei Massenansturm in Madagaskar | Aktuell Afrika | DW | 26.06.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Afrika

Mindestens 15 Tote bei Massenansturm in Madagaskar

Am Mittwoch feierte Madagaskar zum 59. Mal seine Unabhängigkeit. Aus diesem Anlass kamen viele Menschen zu einer Militärparade im Stadion der Hauptstadt. Kurz vor einem Konzert kam es zu einem tödlichen Gedränge.

Bei einem Massenandrang vor einem Stadion in Madagaskar sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen drei Kinder. Nach Angaben eines Krankenhauses wurden etwa 80 Menschen verletzt. Olivat Rakoto Alson, die Leiterin eines Krankenhauses, sagte, es könne noch mehr Todesopfer geben, da sich einige der Menschen in einem kritischen Zustand befänden.

Zu der Tragödie sei es am frühen Abend kurz vor Beginn eines Konzerts zur Feier des Unabhängigkeitstages in der Hauptstadt Antananarivo gekommen, sagte Richard Ravalomanana, ein Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Für das Konzert eines beliebten Sängers hätten sich Tausende Menschen versammelt. Die Menschen hätten angenommen, sie könnten das Stadion betreten, und drängelten von hinten, die Polizei hielt aber die Türen geschlossen. In dem Gedränge seien einige Menschen gefallen und ums Leben gekommen.

Zu der Unabhängigkeitsfeier hatte Staatspräsident Andry Rajoelina im Stadion den ruandischen Kollegen Paul Kagame begrüßt. Beide sahen sich auch die Militärparade an.

Erst vor wenigen Monaten war es im selben Stadion schon einmal zu einem tödlichen Vorfall gekommen.Vor dem Start eines Qualifikationsspiels zwischen Madagaskar und Senegal für den Afrika-Cup im September kam es zu einem Massenandrang. Mindestens ein Mensch wurde getötet, 47 erlitten Verletzungen.

kle/lh (dpa, ape, afpe, rtre)

Die Redaktion empfiehlt