Mikels Vater während der WM entführt | Sport-News | DW | 04.07.2018
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WM 2018

Mikels Vater während der WM entführt

In einem dramatischen Spiel gegen Argentinien schied Nigeria bei der Fußball-WM aus. Viel tragischer jedoch war: Der Kapitän der Afrikaner, John Obi Mikel spielte, obwohl sein Vater in den Händen von Verbrechern war.

Der nigerianische Nationalmannschafts-Kapitän John Obi Mikel hat das letzte Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft gegen Argentinien vor einer Woche in einer emotionalen Ausnahmesituation bestritten. Der 31-Jährige sei unmittelbar vor der Partie gegen den Vizeweltmeister darüber informiert worden, dass sein Vater im Südosten Nigerias erneut entführt worden sei.

Die nigerianische Polizei befreite dem Medienbericht zu Folge Mikels Vater zu einem späteren Zeitpunkt. Aktuell befindet sich der Vater in einem Krankenhaus. Bereits 2011 war Pa Miachel Obi schon mal entführt worden. 

Mikels Appell an die Sicherheit 

Nach der erneuten Befreiung seines Vaters wünscht sich Mikel eine Verbesserung der Sicherheitslage in seiner Heimat. "Heute dreht es sich um meinen Vater, aber morgen könnte es jemand anderes sein, und das macht es unheimlich", zitierte die BBC Obi Mikel.

"Wir erleben eine Flut an schrecklichen Angriffen in einigen Teilen des Landes, die bereits Unsicherheit unter den Bürgern gesät hat." Unabhängig von der sozialen Schicht in dem Land verdiene es jeder, "sich sicher und behütet zu fühlen, da das Leben riskanter denn je wird".

In Nigeria sind Entführungen wohlhabender Menschen oder ihrer Familien keine Seltenheit. Die Opfer werden in der Regel freigelassen, sobald ein Lösegeld gezahlt wurde.

sw/al (dpa, sid)
 

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