Mein Hongkong | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 21.10.2019
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Nahaufnahme

Mein Hongkong

Hongkong im Ausnahmezustand. Seit Monaten gehen Tausende Menschen auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen den zunehmenden Einfluss Chinas. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei.

Video ansehen 28:36

In dem Videotagebuch berichten fünf Augenzeugen über die Proteste der letzten Monate. Das Videomaterial stammt dabei überwiegend von den Bloggern selbst. Eine ungewöhnliche und unmittelbare Chronik der Unruhen in Hongkong. Im Februar 2019 kündigt die Hongkonger Regierung an, das Auslieferungsgesetz zu ändern. Polizeilich Gesuchte könnten somit an Festlandchina ausgeliefert werden. Kritiker befürchten eine zunehmende Einflussnahme Chinas. Als Sonderverwaltungs-zone steht Hongkong zwar unter Chinas Souveränität, genießt aber Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit. In Hongkong kommt es seitdem zu Protesten, die immer wieder in Ausschreitungen mit Polizei und Regierung münden. Nachdem Demonstranten den Hongkonger Legislativrat stürmen und die Proteste im Hongkonger Flughafen eskalieren, verkündet die Regierungschefin Carrie Lam am 4. September 2019, das geplante Auslieferungsgesetz vollständig aufzuheben. Doch den Demonstranten geht es inzwischen um mehr: Sie fordern freie Wahlen und ein unabhängiges Hongkong. Vorläufiger Höhepunkt der Auseinandersetzung: Am 05. Oktober 2019 beschließt die Regierungschefin per Notstandsgesetz ein Vermummungsverbot. Ein Ende des Konflikts ist nicht absehbar. In dem Videotagebuch "Mein Hongkong" berichten fünf Augenzeugen über ihre sehr persönlichen Erlebnisse während der Proteste der letzten Monate, ihre Sorge vor einer chinesischen Vormacht und die Stimmung in einer Stadt im Ausnahmezustand.