Mehrere Verletzte nach Attacke in Linienbus in Lübeck | Aktuell Deutschland | DW | 20.07.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschland

Mehrere Verletzte nach Attacke in Linienbus in Lübeck

Insgesamt zehn Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Der 34 Jahre alte Täter ist schon gefasst. Die Lübecker Staatsanwaltschaft schließt einen terroristischen Hintergrund nicht aus.

Video ansehen 01:21
Jetzt live
01:21 Min.

Messerangriff in Lübeck: Motiv unklar

Bei der Attacke auf die Fahrgäste eines Lübecker Linienbusses erlitten nach Angaben von Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote insgesamt zehn Menschen Verletzungen. Sechs seien durch Messerstiche, drei auf andere Weise verletzt worden. Der Busfahrer habe einen Faustschlag abbekommen, sagte Grote weiter. 

Laut einem Augenzeugenbericht war der Bus voll besetzt Richtung Travemünde unterwegs, als ein Mann in Höhe des Stadtteils Lübeck-Kücknitz eine Stichwaffe - vermutlich ein Küchenmesser - zog und andere Fahrgäste in dem Bus attackierte. Der Fahrer stoppte sofort und machte geistesgegenwärtig die Türen auf, so dass Passagiere fliehen konnten.

Fahrgäste konnte den Angreifer überwältigen 

Großes Aufgebot an Polizei und Rettungsdiensten am Tatort (Foto: picture-alliance/dpa/M. Scholz)

Großes Aufgebot an Polizei und Rettungsdiensten am Tatort

Ein Streifenwagen wurde auf das Geschehen aufmerksam, Polizisten nahmen den mutmaßlichen Täter fest. Er ließ offenbar einen qualmenden Rucksack zurück, der unmittelbar gelöscht werden konnte. Ergänzend teilte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst mit, dass es letztlich Fahrgäste gewesen seien, die den Täter überwältigt hätten. "Nichts ist auszuschließen, auch kein terroristischer Hintergrund", so Hingst weiter. 

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ist der Täter ein 34-jähriger deutscher Staatsangehöriger. Es sei möglich, dass er in einem anderen Land geboren sei, fügte Hingst hinzu. Laut den "Lübecker Nachrichten" gab der Täter an, aus dem Iran zu stammen.

sti/kle (dpa, rtr, Lübecker Nachrichten, Bild, NDR)

Audio und Video zum Thema