Medien: Zahl der Asylanträge von Türken steigt deutlich | Aktuell Europa | DW | 05.08.2016
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Aktuell Europa

Medien: Zahl der Asylanträge von Türken steigt deutlich

Kein Staat in Europa nimmt mehr Flüchtlinge auf als die Türkei - aber auch immer mehr Menschen fliehen von dort nach Deutschland. Asylgrund Nummer eins sind die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Armee und PKK.

Flüchtlinge in einer Erstaufnahmeeinrichtung (Archivbild: dpa)

Flüchtlinge in einer Erstaufnahmeeinrichtung (Archivbild)

Angesichts der wachsenden Spannungen in der Türkei beantragen laut einem Zeitungsbericht immer mehr Türken Asyl in Deutschland. Im ersten Halbjahr sei die Zahl fast schon so hoch wie im gesamten Jahr 2015, berichtet der "Tagesspiegel" vorab unter Berufung auf Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Demnach registrierte die Behörde von Januar bis Juni 1719 Anträge von Türken, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 1767. Wie sich die Lage seit dem Putschversuch im Juli entwickelt hat, könne das BAMF allerdings noch nicht sagen.

Kämpfe in der Heimat

Die meisten Asylbewerber kommen dem Bericht zufolge aus den Kurdengebieten der Türkei - von den Antragstellern sind 1510 kurdischer Herkunft. Viele von ihnen, so das Bundesamt laut "Tagesspiegel", kämen wegen der Kämpfe in ihrer Heimat.

Dort gibt es regelmäßig Gefechte zwischen dem Militär und Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Trotz der gespannten Situation im Südosten der Türkei ist die Anerkennungsquote bei Asylanträgen deutlich gesunken. Demnach wurden im ersten Halbjahr nur 5,2 Prozent der Gesuche kurdischer Türken positiv beschieden. Im vergangenen Jahr habe die Anerkennungsquote bei allen türkischen Flüchtlingen wie auch bei denen kurdischer Herkunft noch jeweils 14,7 Prozent betragen.

jj/qu (afp, rtr)