Medien - May nimmt Hürde bei Brexit-Gesprächen | Aktuell Europa | DW | 04.11.2018
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Großbritannien

Medien - May nimmt Hürde bei Brexit-Gesprächen

Die britische Premierministerin May kommt einem Medienbericht zufolge bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU voran. Es geht - und das nicht zum ersten Mal - um das Thema Zollunion.

Theresa May habe die Zusicherung aus Brüssel erhalten, dass Großbritannien auch nach dem geplanten EU-Austritt in der Zollunion bleiben könne, um eine "harte Grenze" zwischen der britischen Provinz Nordirland und dem EU-Mitgliedsstaat Irland zu vermeiden, berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Die Mitgliedschaft in der Zollunion sei dabei zeitlich befristet, hieß es. Hierfür solle es eine Extra-Klausel in der Vereinbarung geben.

Ein Regierungssprecher in London bezeichnete die Darstellung der "Times" als Spekulation. Gleichzeitig erklärte er wörtlich: "Wir haben gute Fortschritte bei unseren zukünftigen Beziehungen gemacht."

Nicht am brüchigen Frieden rütteln

Die Europäische Union und die Londoner Regierung befürchten, dass eine "harte Grenze" mit Kontrollen zwischen Irland und Nordirland den brüchigen Frieden in der früheren Bürgerkriegsregion gefährden könnte. London und Brüssel waren sich bislang aber nicht einig geworden, wie das praktisch verhindert werden kann. Die Irland-Frage gilt als wichtigste Hürde vor der Vollendung des fast unterschriftsreifen Brexit-Abkommens zwischen Brüssel und London.

Wie es weiter heißt, sollen die neu erzielten Ergebnisse in einem mindestens 50 Seiten umfassenden Dokument festgehalten werden. Mays Kabinett werde am Dienstag zusammenkommen, um über den Plan zu beraten.

Großbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen.

haz/rk (dpa, rtr)

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