Medien: Bushido war Clan-Opfer | Musik | DW | 26.09.2018
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Kriminalität

Medien: Bushido war Clan-Opfer

Der Star-Rapper soll von einem kriminellen Clan ausgenommen worden sein. Das hätte fast die Ehe ruiniert. Und jetzt fürchten Bushido und seine Ehefrau um ihr Leben.

Arafat Abou-Chaker war jahrelang der Geschäftspartner von Bushido und habe dabei 50 Prozent aller Einkünfte des Rappers erhalten, sagte Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi im Gespräch mit dem Wochenmagazin "stern". Erstmals hat das Ehepaar sein Schweigen gebrochen und darüber berichtet, wie sehr beide unter dem Einfluss des kriminellen Abou-Chaker-Clans standen.

Bushido mit Ehefrau Anna Maria Lagerblom (imago)

Bushido mit seiner Ehefrau

"Er hat uns lange genug abkassiert und beinahe unsere Ehe zerstört", sagte Ferchichi im "stern". Im März hat ihr Mann sich von dem Clan trennen können. Die "Befreiung" sei allerdings nicht ohne Risiko. "Natürlich haben wir Angst, dass jemand aus Rache auf mich oder meinen Mann schießt. Eigentlich rechnen wir jeden Tag damit. Aber wir blenden das aus. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig."

Privatleben unter Clan-Kontrolle

Die Eingriffe in das Privatleben des Paares seien massiv gewesen, sagte Bushido im "stern". So habe der Clan bestimmt, dass seine Mutter im Rahmen einer islamischen Beerdigung beizusetzen sei, bei der Männer und Frauen getrennt zum Grab gehen.

Am Ende wäre das Paar bereit gewesen, eine hohe Ablösesumme zu bezahlen, um sich freizukaufen.

Der Abou-Chaker-Clan ist ein palästinensisch-stämmiger Clan, der in verschiedenen europäischen Ländern lebt, darunter auch in Deutschland. Arafat Abou-Chaker ist eines der bekanntesten Mitglieder, weil er lange als enger Freund des Rappers Bushido galt.

so/pg (stern, Focus)

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