Mattis wirft Iran Einmischung in irakische Wahl vor | Aktuell Welt | DW | 16.03.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Vor Parlamentswahl

Mattis wirft Iran Einmischung in irakische Wahl vor

US-Verteidigungsminister James Mattis beschuldigt den Iran, sich mit finanziellen Mitteln in die bevorstehende Parlamentswahl des Nachbarlandes Irak einzumischen. Teheran folge damit dem Beispiel Russlands.

"Wir haben besorgniserregende Hinweise, dass der Iran mit dem Einsatz von Geld versucht, die irakische Wahl zu beeinflussen", sagte Mattis (Artikelbild) auf dem Rückflug von seinen Besuchen in Afghanistan und im Nahen Osten. Es handle sich um einen nicht geringen Betrag, der dafür verwendet werde, Kandidaten und die Stimmvergabe zu beeinflussen, so der 67-Jährige. Dies sei "nicht hilfreich".

"Rumgepfusche" nach russischem Beispiel?

Mattis verglich die Thematik mit den Vorwürfen, die russische Regierung habe sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt. "Der Iran folgt mit seinem Rumgepfusche in der irakischen Wahl dem Beispiel Russlands", erklärte der ehemalige General. Washington hatte deshalb am Donnerstag Sanktionen gegen Russland verhängt. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

Die Parlamentswahl im Irak ist für Mai angesetzt. Es ist die erste Abstimmung seit die Regierung den Sieg über die radikalislamische Terrormiliz "Islamischer Staat" erklärt hat. Mattis legte nicht offen, wen genau die Regierung in Teheran beeinflussen wolle. Ministerpräsident Haider al-Abadi bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Zu seinen Herausforderern zählen Ex-Ministerpräsident Nuri al-Maliki und der ehemalige Verkehrsminister Hadi al-Amiri. Beide gelten als Verbündete des benachbarten Iran.

hk/cw (rtr, ap)

Die Redaktion empfiehlt