Maori wollen Neuseeland umbenennen | Aktuell Welt | DW | 14.09.2021
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Ozeanien

Maori wollen Neuseeland umbenennen

Die Ureinwohner Neuseelands sind ein stolzes Volk, ihre Traditionen sind fester Bestandteil der Identität des Inselstaates. Das sollte sich auch im offiziellen Namen des Landes widerspiegeln, fordern die Maori.

Eine Maori-Partei hat in Neuseeland eine Petition eingereicht, um den Pazifikstaat offiziell in "Aotearoa" umzubenennen. Das von den Ureinwohnern benutzte Wort, das übersetzt etwa "Land der langen, weißen Wolke" bedeutet, wird bereits jetzt häufig als Synonym für Neuseeland benutzt. Jedoch hat der Begriff eine umstrittene Geschichte und soll ursprünglich nur für die Nordinsel und nicht für das ganze Land verwendet worden sein.

"Längst überfällig"

Die "Maori Party" will auch die Maori-Namen für alle Städte und Ortsnamen bis 2026 wieder einführen, wie ihre Vorsitzenden Rawiri Waititi und Debbie Ngarewa-Packer betonten. "Es ist längst überfällig, dass Te Reo Maori (die maorische Sprache) seinen rechtmäßigen Platz als erste und offizielle Sprache dieses Landes wiedererlangt. Wir sind ein polynesisches Land, wir sind Aotearoa", sagte Waititi.

Neuseeland Wellington | Rawiri Waititi

Sitzt für die "Maori Party" im Parlament in Wellington: Rawiri Waititi

Ngarewa-Packer ergänzte, die Namensänderungen und die "Auferlegung einer kolonialen Agenda im Bildungssystem" hätten dazu geführt, dass immer weniger Maori fließend ihre eigene Sprache beherrschten. Von 90 Prozent im Jahr 2010 sei die Rate auf 20 Prozent gesunken. Eine Änderung des Landesnamens würde dazu beitragen, "den Status unserer Sprache wiederherzustellen", so Ngarewa-Packer.

Viele Unternehmen und Regierungsbehörden in Neuseeland verwenden bereits den Namen "Aotearoa", der auch auf den Reisepässen der Bürger steht. Te Reo Maori wurde im Juli 1987 eine offizielle Sprache Neuseelands.

wa/fw (dpa)

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