Macron: ″Wir müssen es besser machen″ | Aktuell Europa | DW | 01.01.2019
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Frankreich

Macron: "Wir müssen es besser machen"

Nach einem Jahr voller Krisen wirbt der französische Präsident um Geschlossenheit und um Verständnis für seine umstrittenen Reformen. Diese will Emmanuel Macron trotz der jüngsten Massenproteste vorantreiben.

Nötig seien eine Rückbesinnung "auf den Zusammenhalt und Anstrengungen eines jeden einzelnen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in seiner Neujahrsansprache. "Wir können es besser machen und wir müssen es besser machen." Zugleich appellierte er an die Bürger, Vertrauen und Hoffnung zu bewahren.

Mit Blick auf die anhaltenden "Gelbwesten"-Proteste warnte Macron die Franzosen davor, die Augen "vor der Realität" zu verschließen: "Wir können nicht weniger arbeiten und mehr verdienen, Steuern senken und die Ausgaben erhöhen, nichts an unseren Gewohnheiten ändern und zugleich eine reinere Luft atmen."

"Lektion von 2018"

Positive Ergebnisse seiner Reformen könnten nicht unmittelbar zu spüren sein und er teile die Ungeduld der Bürger, sagte Macron. Doch das könne nicht bedeuten, auf die Reformen zu verzichten. "Wir haben nicht aufgegeben, unser Land will eine bessere Zukunft aufbauen. Das ist die Lektion von 2018."

Die "Gelbwesten"-Proteste hatten den 41-jährigen Staatschef in den vergangenen Wochen erheblich unter Druck gesetzt. Milliardenschwere Zugeständnisse seiner Regierung, die unter anderem mehr Geld für Mindestlohn-Bezieher und Entlastungen für Rentner und Arbeitnehmer vorsehen, weisen die Demonstranten jedoch als unzureichend zurück. Viele fordern weitere Steuersenkungen, Volksabstimmungen nach schweizerischem Vorbild sowie Macrons Rücktritt.

Macron immer unbeliebter

Knapp 20 Monate nach Amtsantritt ist die Beliebtheit von Frankreichs jüngstem Präsidenten auf einem neuen Tiefstand: Im Dezember zeigten sich laut Medienberichten lediglich noch 24 Prozent der Bürger mit Macrons Arbeit zufrieden. 

wa/ni (afp, dpa, rtr)

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