Macron verurteilt ″Apokalypse″ in Paris | Aktuell Europa | DW | 16.03.2019
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Frankreich

Macron verurteilt "Apokalypse" in Paris

Am Rande der "Gelbwesten"-Proteste wurde Frankreichs Hauptstadt wieder einmal Schauplatz von Straßenkämpfen. Präsident Macron bricht einen Kurzurlaub ab - und kündigt entschiedene Maßnahmen gegen solche Exzesse an.

Seine Regierung habe zwar seit November bereits eine Reihe von Maßnahmen gegen Randalierer ergriffen. Die Gewalt bei den Protesten an diesem Samstag habe aber gezeigt, dass diese nicht ausreichten, hob der französische Staatschef Emmanuel Macron hervor. Es werde "starke, zusätzliche Entscheidungen" dazu geben. Macron hatte wegen der Ausschreitungen einen kurzen Skiurlaub in den Pyrenäen abgebrochen und war vorzeitig nach Paris zurückgekehrt.

"Revolution"

Randalierer hatten auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées Pflastersteine aus der Straße gerissen und damit Fensterscheiben von Boutiquen, Restaurants und Cafés zertrümmert. Geplünderte Gegenstände warfen sie auf brennende Barrikaden. Dabei skandierten sie "Revolution!" und "Das ist die Apokalypse". Auch eine Bankfiliale im Erdgeschoss eines Wohngebäudes wurde vorsätzlich in Brand gesetzt. Durch das Feuer wurden elf Menschen verletzt, wie die Behörden mitteilten. Alle, die bei den Randalen dabei gewesen seien, hätten sich "zu Komplizen" der Gewalttäter gemacht, betonte Macron. Mehr als 200 Personen wurden laut offiziellen Angaben festgenommen.

Frankreich Gelbwesten | Proteste & Ausschreitungen in Paris | Longchamp (Reuters/B. Tessier)

Geplündertes Ladenlokal auf den Champs-Elysées

Innenminister Christophe Castaner bezeichnete die Brandstifter als Mörder. Einige Teilnehmer seien offensichtlich "nur angereist, um Sachen zu zerstören". Es gebe einen harten Kern von "über 1500 ultra-gewalttätigen Menschen".

Es war bereits das 18. Wochenende in Folge, an dem die "Gelbwesten"-Bewegung landesweit gegen Macrons Reformpolitik demonstriert. Zuletzt waren die Teilnehmerzahlen jedoch deutlich gesunken.

wa/cgn (afp, dpa)

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