Macron: Ein Abend bei der Truppe im Niger | Aktuell Afrika | DW | 22.12.2017
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Frankreich

Macron: Ein Abend bei der Truppe im Niger

Kurz vor Heiligabend - ein guter Zeitpunkt, den Verbänden im Ausland die Aufwartung zu machen. Auch Frankreichs Präsident Macron weiß, was sich als Staatsmann gehört, wenn man Soldaten ins Ausland geschickt hat.

Bei seinem Truppenbesuch im Niger hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eine Fortsetzung des Einsatzes gegen Dschihadisten in der Sahelzone angekündigt. Ziel seien "klare, wichtige Siege gegen den Gegner", sagte der Präsident am Freitagabend vor hunderten französischen Soldaten auf einem Luftwaffenstützpunkt in der Hauptstadt Niamey. Der französische Militäreinsatz "Barkhane" sei "grundlegend für unsere Strategie in der Sahelzone", wo es um Frankreichs Sicherheit gehe.

Die Operation ist nach der Düne "Barchan" benannt, die in der Sahara vorzufinden ist. An dem Einsatz sind mehr als 4000 französische Soldaten beteiligt, die meisten von ihnen im Niger und in Mali.

Macron will an diesem Samstag weitere Truppenteile aufsuchen und sich auch mit dem Staatschef Nigers, Mahamadou Issoufou, treffen. Anschließend soll es zurück nach Paris gehen. 

Niger - Macrons Truppenbesuch (Getty Images/AFP/L. Marin)

Der Präsident wurde begleitet von Verteidigungsministerin Florence Parly

Die Visite reihte sich ein in die Bemühungen Frankreichs und auch Deutschlands, in den sogenannten G5-Sahel-Staaten eine neue Truppe im Anti-Terror-Kampf zu unterstützen. Niger, Burkina Faso, Mali, Mauretanien und Tschad gründeten diese Truppe, um besser gegen islamistische Rebellen, Terrormilizen und organisierte Kriminalität auf ihrem riesigen Gebiet vorzugehen. Nach Angaben aus Élyséekreisen sagten Geberländer bisher eine Finanzhilfe von zusammen rund 300 Millionen Euro zu. Das reiche für das Funktionieren der neuen Truppe aus, die mindestens 5000 Soldaten umfassen soll. Ein großer Geber ist Saudi-Arabien.

ml/se (dpa, afp)