Londoner Polizei: Salih K. wollte morden | Aktuell Europa | DW | 19.08.2018
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Großbritannien

Londoner Polizei: Salih K. wollte morden

Nach dem jüngsten Auto-Attentat in London ist gegen den 29-jährigen Fahrer ein offizielles Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet worden. Die Polizei hält den gebürtigen Sudanesen für einen Einzeltäter.

London, Westminster, Autounfall (picture-alliance)

Das Tatwerkzeug: ein Ford Fiesta

Der aus dem Sudan stammende Brite Salih K. werde am Montag einem Gericht in London vorgeführt, teilte die Polizei in der britischen Hauptstadt mit. Er war am vergangenen Dienstag mit einem Kleinwagen in eine Absperrung vor dem Parlamentsgebäude im City-Bezirk Westminister gerast und hatte dabei drei Menschen verletzt. Der 29-Jährige konnte festgenommen werden.

Angesichts der Vorgehensweise und des symbolträchtigen Tatorts behandelt die Staatsanwaltschaft den Fall als Terrorakt. Im Zuge der Ermittlungen der Anti-Terror-Polizei gab es Durchsuchungen in K.s Wohnort Birmingham sowie in Nottingham.

Unauffällig

Nach Angaben von Bekannten soll der Mann vor etwa fünf Jahren von Nordost-Afrika nach Großbritannien gekommen sein. Zuvor habe er Elektrotechnik im Sudan studiert, heißt es. Dem britischen Inlandsgeheimdienst war er nach dessen Darstellung nicht aufgefallen. Die Polizei hält ihn für einen Einzeltäter.

Westminster war bereits im vergangenen Jahr Schauplatz eines Terroranschlags. Ein mutmaßlich islamistischer Attentäter, der ebenfalls in Birmingham lebte, fuhr im März 2017 auf der Westminster Bridge mit einem Auto Fußgänger an, bevor er vor dem Parlament einen Polizisten mit einem Messer erstach. Der 52-jährige Täter tötete insgesamt fünf Menschen und verletzte rund 50 weitere, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Als Konsequenz ist das Parlamentsgebäude seitdem von einer Sicherheitsbarriere aus Stahl und Beton umgeben. Nun wird sogar darüber nachgedacht, die Umgebung des Parlaments zur Fußgängerzone umzugestalten.

wa/qu (afp, dpa)

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