London: Mordermittlungen im Fall Nikolai Gluschkow | Aktuell Europa | DW | 16.03.2018
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Großbritannien und Russland

London: Mordermittlungen im Fall Nikolai Gluschkow

Für die Londoner Polizei steht fest: Der frühere Direktor der russischen Fluglinie Aeroflot und Freund des verstorbenen Kremlkritikers Boris Beresowski wurde ermordet. Er war tot in seinem Haus gefunden worden.

Die Obduktion habe ergeben, dass Nikolai Gluschkow (Archivbild) durch "Druckausübung auf das Genick" gestorben sei, teilte die Londoner Polizei mit. Nach Aussage der britischen Anti-Terror-Polizei handelt es sich um Mord.

Der 68-Jährige, der als Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin galt, war am vergangenen Montag tot in seinem Haus in London entdeckt worden. Bislang habe man keine Hinweise, die eine Verbindung zum Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal nahelegten, erklärte die Polizei.

Die russischen Behörden hatten zuvor mitgeteilt, sie hätten ihrerseits Mordermittlungen im Fall Gluschkow eingeleitet. Der einstige Geschäftsmann war 2004 in Russland zu drei Jahren und drei Monaten Haft wegen Betrugs und Geldwäsche verurteilt worden. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl.

Boris Beresowski Russland Oligarch Tod (REUTERS)

Wurde 2013 in seinem Londoner Domizil erhängt aufgefunden: Boris Beresowski

Neue Untersuchungen zu alten Fällen

Gluschkow war eng mit dem Oligarchen und Putin-Gegner Boris Beresowski befreundet, der 2013 starb - er wurde in der Nähe von London erhängt in seinem Haus gefunden. Kürzlich hatte die britische Innenministerin Amber Rudd angekündigt, etwa 14 Todesfälle mit einer möglichen Verbindung nach Russland noch einmal untersuchen zu lassen, darunter auch den Tod Beresowskis.

cgn/jj (afp, dpa, rtr)

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