Liberia wartet auf das Wahlergebnis | Aktuell Afrika | DW | 27.12.2017
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Westafrika

Liberia wartet auf das Wahlergebnis

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Liberia standen sich Kandidaten gegenüber, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Ex-Fußballstar George Weah trat gegen den als "Schläfriger Joe" bekannten Vizepräsidenten an.

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Zweite Runde der Präsidentenwahl in Liberia

Spannung im westafrikanischen Liberia: Der neue Präsident des Landes ist gewählt, doch der Sieger ist noch nicht bekannt. Erste vorläufige Ergebnisse sollen bis Mittwochabend vorliegen - binnen 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale, wie es aus der Hauptstadt Monrovia hieß. Politische Beobachter erwarten ein enges Rennen.

George Weah (Getty Images/S. Seyllou)

George Weah

In der Stichwahl um das höchste Staatsamt trat der frühere Fußballstar George Weah gegen den bisherigen Vizepräsidenten Joseph Boakai an. Einer von ihnen soll am 22. Januar die Nachfolge der langjährigen Staatschefin Ellen Johnson Sirleaf antreten, die nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte.

Zwei siegessichere Kandidaten

Der Weltfußballer von 1995 zeigte sich optimistisch: "Der Sieg ist sicher, ich bin sicher, dass ich gewinnen werde", sagte Weah. "Dann wird sich meine Mannschaft an die Arbeit machen, um ein gutes Programm für diese große Nation umzusetzen." Bereits 2005 hatte sich der 51-Jährige um das Präsidentenamt beworben und 2011 um das Amt des Vizepräsidenten - jeweils vergeblich. Seit 2014 ist der einstige Stürmer Senator. Insbesondere bei jungen Wählern genießt er große Sympathien.

Joseph Boakai (Reuters/T. Gouegnon)

Joseph Boakai

Boakai von der regierenden Unity Party (UP) gab sich ebenfalls überzeugt, die zweite Wahlrunde für sich zu entscheiden. "Wir werden gewinnen", betonte Boakai. "Weil das Volk an uns glaubt und weiß, dass wir die Besten sind." Der 73-Jährige genießt vor allem unter älteren Wählern großes Vertrauen, die seiner Partei die Stabilität in Liberia nach dem Ende des Bürgerkriegs zugute halten. Gleichzeitig eilt ihm ein Image als biederer Politiker voraus. Wegen seiner Neigung, bei öffentlichen Terminen einzunicken, bekam er den Spitznamen "Schläfriger Joe" verpasst.

In der ersten Wahlrunde am 10. Oktober war Weah, der in den 1990er Jahren als Stürmer mit Paris Saint-Germain und dem AC Mailand Erfolge feierte, mit gut 38 Prozent der Stimmen vorn gelandet. Boakai kam auf knapp 29 Prozent. Wegen "massiver Unregelmäßigkeiten" legte Boakais UP zwar Widerspruch gegen den Wahlgang ein, die Klagen wurden aber abgewiesen. Die ursprünglich für den 7. November geplante Stichwahl musste auf den 26. Dezember verschoben werden.

wa/qu (afp, dpa)

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