Leverkusen patzt überraschend | Fußball | DW | 15.12.2013
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Fußball

Leverkusen patzt überraschend

Nach Dortmund lässt nun auch Bayer den Abstand zu Tabellenführer Bayern München immer größer werden. Schalke schießt sich mit einem Sieg gegen Freiburg aus der Krise und Trainer Keller damit aus der Kritik.

Tja, der Kampf um die Meisterschaft ist wohl wieder einmal sehr frühzeitig entschieden. Denn wenn Leverkusen, der ärgste Verfolger von Tabellenführer Bayern München schon gegen die abstiegsbedrohte Eintracht aus Frankfurt, die seit zehn Bundesligapartien nicht mehr gewinnen konnte, im eigenen Stadion verliert, scheint die Sache klar: Nicht nur Dortmund, auch Leverkusen wird mit dem vermeintlich derzeit besten Klub der Welt aus München nicht mithalten können. Mit 0:1 (0:0) unterlag Bayer 04 Leverkusen den Gästen aus Frankfurt.

Das einzige Tor in der Partie erzielte Marco Russ - ausgerechnet in der der Spielphase, in der Leverkusen drückend überlegen war: Bei einem Entlastungsangriff flankte Sebastian Jung von rechts, in der Mitte übersprang Russ Verteidiger Philipp Wollscheid und köpfte ins linke Eck ein. Danach erspielte sich Leverkusen zwar viele Torchancen, war im Abschluss dann aber nicht konsequent genug. Immerhin: Leverkusens Torwart Bernd Leno lernkte in der Nachspielzeit (90.+4.) noch einen Elfmeter an die Latte, so dass es beim 0:1 blieb. Für Leverkusen war es die dritte Saisonniederlage. Frankfurt feierte den ersten Sieg nach zehn Bundesligaspielen.

Schalke mit lahmem Start

Schalkes Kevin-Prince Boateng (l), Joel Matip (2.v.l.) und Felipe Santana (2.v.r.) und Freiburgs Admir Mehmedi (3.v.r.) und Karim Guede (r) versuchen an den Ball zu kommen. Foto: Bernd Thissen/dpa

Schalkes Joel Matip springt am höchsten

Der FC Schalke 04 feierete seinen achten Saisonsieg in der Bundesliga. Beim 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg überzeugten die Gastgeber anfangs jedoch keineswegs: Vier Tage nach dem 2:0-Erfolg in der Champions League gegen den FC Basel und dem Einzug ins Achtelfinale begannen die Gelsenkirchener mit vielen Fehlpässen. Zudem passten die Schalker häufig zum Torwart zurück, so dass die 60.000 Zuschauer immer wieder laut ihren Unmut heraus pfiffen. Die Freiburger nutzten die ihnen angebotenen Räume und Kontermöglichkeiten jedoch nicht.

Kurz vor der Halbzeit dann schlug Schalkes Jefferson Farfan von links eine Ecke in den Strafraum. Nicolas Höfler wollte am rechten Pfosten klären, bugsierte den Ball dann aber mit der linken Hacke ins eigene Tor (44.) - ein sehr unglücklicher Treffer. In der zweiten Halbzeit wirkten die Schalker dann etwas wacher. Nach einem Foul an dem 19-jährigen Max Meyer verwandelte Farfan den fälligen Strafstoß - für den Peruaner das sechste Tor in der Liga (67.).

Schalke festigt damit den sechsten Tabellenplatz und lässt - zumindest einige der vielen - Kritiker an Trainer Jens Keller verstummen, die ihn nach dem Pokal-Aus und vor dem drohenden K.o. in der Königsklasse bereits abgeschrieben hatten. Für die Freiburger, die unter der Woche aus der Europa League ausgeschieden sind, ist es die dritte Niederlage in der Bundesliga in Serie. Die Konsequenz: der SC bleibt auf dem Relegationsplatz und damit in Abstiegsgefahr.

Bayern München vorzeitiger Herbstmeister

Bayerns Thiago (2.v.r.) behauptet gegen vier Hamburger den Ball. Foto: Alexander Hassenstein/Bongerts/Getty Images

Bayerns Thiago (2.v.r.) gegen vier Hamburger

Tabellenführer Bayern München hat wie erwartet gegen den Hamburger SV gewonnen, mit 3:1 (1:0) und ist vorzeitig Herbstmeister. Der Tabellen-Dritte Borussia Dortmund hat erneut Punkte liegen lassen. Der BVB spielte unentschieden 2:2 (2:1) bei 1899 Hoffenheim. Ebenfalls Remis trennten sich der FSV Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach, hier gab es beim 0:0 allerdings keine Tore. Der FC Augsburg siegt deutlich mit 4:1 (3:0) gegen Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig. Und der VfL Wolfsburg gewann mit 3:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart. Bereits am Freitag setzte sich Hertha BSC Berlin mit 3:2 (2:2) gegen Werder Bremen durch.

Mehr zu den Samstagspartien finden Sie hier.

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