Leben im Abwasser | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 27.11.2017
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Nahaufnahme

Leben im Abwasser

Ein vergessener Hygiene-Skandal: Weltweit müssen 2,4 Milliarden Menschen ohne Toiletten auskommen. Die Folge: Täglich sterben rund 1000 Kinder durch verseuchtes Wasser. Eine deutsche NGO hat sich vorgenommen, die Situation in den Slums zu verbessern.

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Ohne die flächendeckende Versorgung mit Wasser und den ausreichenden Zugang zu sanitären Anlagen kann es nicht gelingen, aus der Armut herauszukommen. Denn nur wer gesund ist, kann seinen Lebensunterhalt verdienen, und um gesund zu bleiben bedarf es sauberen Wassers und einer funktionierenden Kanalisation. Sinkt die Armut, sinkt auch die Geburtenrate. Das wäre für Tansania mit derzeit fünf bis sechs Kindern pro Familie ein erheblicher Fortschritt, wie die Experten von BORDA (Bremen Overseas Research and Development Association) berichten. In Daressalam bauen und betreiben die Mitarbeiter zusammen mit einheimischen Kollegen sanitäre Anlagen. Zum Beispiel leeren kleine Unternehmen wie die "Sanitation on Wheels" die Fäkaliengruben der Hütten und transportieren die Exkremente per Handwagen zur Kläranlage. Zudem kann das in den Klärwerken aufbereitete Wasser zum Bewässern von Pflanzen, das entstehende Biogas zum Kochen verwendet werden. Öffentliche Toiletten, manchmal mit Duschen, werden wie kleine Mikrounternehmen geführt, bieten so Arbeitsplätze. Die verbesserte Hygiene führt zu besseren Wohnbedingungen und ermöglicht den Bewohnern ein würdevolles Leben in einer Umgebung, die endlich nicht mehr stinkt und nicht mehr krank macht.