Kurdische Geiseln im Irak aus der Hand des IS befreit | Aktuell Welt | DW | 22.10.2015
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Aktuell Welt

Kurdische Geiseln im Irak aus der Hand des IS befreit

Bei dem Einsatz gegen ein Lager der Dschihadisten im Norden des Irak wurde auch ein US-Elitesoldat getötet. Amerikaner, Iraker und Kurden agierten bei der Befreiungsaktion gemeinsam.

Der Schlag richtete sich gegen ein Gefangenencamp des sogenannten "Islamischen Staats" (IS) nahe der nordirakischen Stadt Hawija. Die Region gilt als Hochburg der Dschihadisten. Die Nachrichtenagentur AFP wollte aus Regierungskreisen in Washington erfahren haben, dass die Geiselbefreiung mit kräftiger US-Unterstützung unter irakischem Kommando gestanden habe. Die Zeitung "New York Times" berichtet unter Berufung auf irakische Militärs, es seien zudem amerikanische und kurdische Spezialkräfte und US-Kampfhubschrauber zum Einsatz gekommen. Offenbar war die Aktion durch US-Luftangriffe vorbereitet worden.

Bei dem Einsatz wurde ein Mitglied einer amerikanischen Eliteeinheit getötet, wie es in übereinstimmenden Meldungen aus Washington und Bagdad hieß. Es ist das erste Mal seit Beginn der amerikanischen Kampagne gegen die IS-Terrorarmee, dass ein US-Soldat in einem Kampf umkam.

Laut einer CNN-Reportage wurden etwa 70 kurdische Geiseln aus einem provisorischen Gefängnis des IS befreit. Zudem habe man eine Anzahl von IS-Kämpfern festgenommen. Über Stunden soll es zu Gefechten und Explosionen gekommen sein.

Die USA haben 3500 Soldaten im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz in den Irak entsandt, die vor allem die einheimischen Kräfte ausbilden und unterstützen sollen. Zudem bombardieren sie dort seit mehr als einem Jahr mutmaßliche IS-Ziele. Die Extremisten hatten das Gebiet bei einer Blitzoffensive überrannt.

SC/sti (rtre, afpe, NYT)