Krankenversicherung auch für Arme dank ″Modicare″ | Aktuell Asien | DW | 23.09.2018
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Indien

Krankenversicherung auch für Arme dank "Modicare"

Premierminister Modi gab erste Gesundheitskarten an Versicherte aus. Die neue Sozialleistung für eine halbe Milliarde Inder sei "ein großer Schritt nach vorn" sagte Modi, nach dem das Programm "Modicare" benannt ist.

Die Versicherung übernimmt nach Angaben der Regierung Kosten von bis zu 500.000 Rupien (knapp 6000 Euro) zur Behandlung schwerer Krankheiten. Die Regierung rechnet mit jährlichen Ausgaben von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro, die von der Zentralregierung und den Bundesstaaten getragen werden sollen.

In Indien gilt die öffentliche Gesundheitsversorgung weithin als katastrophal, es mangelt an Ärzten und Krankenhäusern. Die meisten Inder, die es sich leisten können, lassen sich daher in Privatkliniken behandeln. Für die ärmsten Bevölkerungsschichten sind solche Behandlungen aber nicht erschwinglich. Nach Schätzungen der Regierung geben indische Familien durchschnittlich mehr als 60 Prozent ihres Einkommens für Medikamente und die Gesundheitsversorgung aus.

Nepal | BIMSTEC-Summit | Ankunft Premierminister Indien Narendra Modi (Reuters/N. Chitrakar)

Das neue Gesundheitsprogramm für Arme trägt den Namen von Premier Modi

Experten begrüßen daher den Aufbau der staatlichen Krankenversicherung. Sie kritisieren aber, dass diese keine medizinische Basisversorgung, sondern nur die Behandlung schwerer und langwieriger Krankheiten abdeckt.

Auf solche Kritik ging Regierungschef Narenda Modi zum Auftakt der Kampagne im Bundesstaat Jharkhand nicht ein. Indien beschreite damit den Weg zu einer hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung für die Armen. Im übrigen handele es sich um das weltgrößte staatliche Krankenversicherungsprogramm dieser Art, lobte Modi.

haz/kle (dpa, afp)

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