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Krank durch Nägelkauen!

19. November 2018

Nägelkauen ist eine schlechte Angewohnheit. Die meisten machen es unbewusst, um Stress und Spannungen abzubauen. Aber Nägelkauen macht nicht nur die Hände unansehnlich, sondern erhöht auch das Risiko zu erkranken.

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Nägelkauen
Bild: Colourbox

Mit unseren Händen fassen wir den ganzen Tag viele Dinge an. Nicht immer haben wir die Gelegenheit die Hände zu waschen. Wer an seinen Nägeln kaut, nimmt ständig Bakterien auf und das hat Folgen: Nägelkauer sind öfter erkältet, fangen sich Magen-Darminfektionen ein oder bekommen Hautausschläge. Auch die Zähne und der Mundraum leiden, denn auch hier können sich Krankheitserreger ansiedeln. Wer sehr stark an den Nägeln kaut, kann sich die Finger blutig beißen und das Nagelbett verletzen. Bei ständig wunden und offenen Stellen an den Fingern drohen auch hier Entzündungen. Außerdem leiden Nägelkauer oft auch psychisch. Sie fühlen sich stigmatisiert und verstecken ihre Finger, da es ihnen peinlich ist. An abgekauten Fingernägeln glauben viele Willensschwäche und fehlende Selbstdisziplin ablesen zu können.

Unsere Tipps zum Abgewöhnen: Einen Finger auswählen und dessen Nagel bewusst nicht abkauen. Nach ein paar Tagen sieht man schon den Erfolg. Dann den nächsten auswählen. Oder immer wenn der Impuls zum Kauen kommt, bewusst etwas anderes tun, z.B. die Faust ballen, einen Softball quetschen oder den Mund mit Kaugummi beschäftigen. Nägel abknabbern und Kaugummi kauen - das geht nicht gleichzeitig. Eine weitere Möglichkeit, Spezial-Nagellack auftragen : Sein extrem bitterer Geschmack hält fast immer vom Kauen ab. Noch ein Tipp: Immer eine kleine Nagelfeile dabei haben, um Unebenheiten und abstehende Haut beseitigen und - eingecremte Hände schmecken auch nicht wirklich.