Konfliktparteien im Südsudan einigen sich auf dauerhafte Waffenruhe | Aktuell Afrika | DW | 27.06.2018
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Afrika

Konfliktparteien im Südsudan einigen sich auf dauerhafte Waffenruhe

Seit über vier Jahren herrscht Bürgerkrieg im Südsudan. Die Gegner haben nach zweitägigen Verhandlungen abermals ein Friedensabkommen geschlossen. Ob's diesmal hält?

Südsudan Friedenstreffen - Präsidenten Salva Kiir und Rebellenführer Machar (Reuters/M. Nureldin Abdallah)

Jubel nach der Vertragsunterzeichnung in Khartum

Nach den Worten des sudanesischen Außenministers Al-Dierdiry Ahmed soll die "dauerhafte" Waffenruhe binnen 72 Stunden in Kraft treten. Das entsprechende Abkommen hatten Südsudans Präsident Salva Kiir und Rebellenchef Riek Machar bei einer Friedenskonferenz in Khartum unterzeichnet.

Das Abkommen umfasst laut Ahmed zudem die Einigung auf die Öffnung von Korridoren für humanitäre Hilfe, die Freilassung von Gefangenen und die Bildung einer provisorischen Regierung nach vier Monaten. Ein Sprecher der Rebellen bestätigte die Einigung auf einen Waffenstillstand, verneinte aber Verständigungen in anderen Punkten.

Südsudan - Vertragsunterzeichnung zwischen Ölminister Abdallah und Ezekiel Lul (Getty Images/AFP/A. Shazly)

Unterzeichnet wurde auch eine Vereinbarung über die Ausbeutung der Ölquellen im Südsudan

Im Sommer 2011 hatte der Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Im Dezember 2013 begannen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Anhängern Kiirs und seines einstigen Stellvertreters Machar. Seitdem wurden zehntausende Menschen getötet und vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

Mehrere Anläufe zur Beendigung des Konflikts scheiterten bislang. Ein Friedensabkommen von August 2015 wurde durch schwere Gefechte zwischen den Truppen Kiirs und Machars im Juli 2016 in der Hauptstadt Juba zunichte gemacht. Auch eine im vergangenen Dezember verkündete Waffenruhe wurde nie eingehalten.

uh/ww (afp, rtr)

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