Koka-Anbau auf Rekordhoch | Aktuell Welt | DW | 20.09.2018
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Kolumbien

Koka-Anbau auf Rekordhoch

Ein unrühmlicher Rekord: Kolumbien ist vor Peru und Bolivien nach wie vor der größte Kokain-Produzent der Welt. Überraschend sind die Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahr, wie in einem UN-Bericht nachzulesen ist.

Die Koka-Anbaufläche hat in dem südamerikanischen Land ein Rekordhoch erreicht. Das meldet das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Demnach ist die Fläche in Kolumbien 2017 um 17 Prozent auf 2170 Quadratkilometer oder 171.000 Hektar angewachsen. Dies entspreche einer potenziellen Kokablätterernte, aus der knapp 1400 Tonnen Kokain gewonnen werden könnten. Das bedeute eine Steigerung von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der in Bogotá veröffentlichte Bericht zeigt.

Der Marktwert dieser Drogenmenge betrage in Kolumbien 2,7 Milliarden Dollar (2,3 Mrd. Euro). Hauptanbaugebiet bleibt die südwestliche Provinz Nariño an der Grenze zu Ecuador. Drogenbanden und Gruppen abtrünniger Mitglieder der ehemaligen Farc-Guerilla streiten um die Kontrolle über die Region. Die kolumbianischen Sicherheitskräfte beschlagnahmten 2017 insgesamt 435 Tonnen Kokain.

Kolumbien: Kampf gegen Anbau der Koka-Pflanze (picture-alliance/M. Jules)

Eine Kokaplantage in Guaviare/Kolumbien

Zweitgrößter Kokain-Produzent der Welt ist laut dem UN-Bericht Peru mit einer Anbaufläche von 43.900 Hektar, gefolgt von Bolivien mit 24.500 Hektar. Der wichtigste Absatzmarkt für Kokain sind die USA.

nob/ww (afp, dpa)