Klimaaktivisten blockieren Brücken in London | Aktuell Europa | DW | 17.11.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Großbritannien

Klimaaktivisten blockieren Brücken in London

Sie werfen der britischen Regierung vor, untätig dem Klimawandel zuzusehen. Aus Protest besetzten aufgebrachte Demonstranten fünf Themse-Brücken. Die Folge: ein Verkehrschaos am "Tag der Rebellion".

"Wir nehmen die Brücken von London ein, bevor wir alle zusammenbrechen", betonten die Klimaaktivisten in einer Erklärung zum "Tag der Rebellion". Sie ließen sich auf fünf Themse-Brücken im Zentrum der britischen Hauptstadt nieder. Auch die Westminster-Brücke in der Nähe des Parlaments wurde von Hunderten Bürgern abgeriegelt.

Auf Schildern forderten die Aktivisten Aufklärung über den Klimawandel. "Die Klimakrise ist eine Gesundheitskrise. Handeln jetzt!" und "Leugnen der Klimaerwärmung ist keine Politik", hieß es weiter. Die Demonstranten riefen die Regierung von Premierministerin Theresa May auf, die Emissionen von Kohlendioxid bis zum Jahr 2025 auf Null zu verringern. Eine "nationale Bürgerversammlung" solle Veränderungen überwachen.

Climate Activists Protest In London (picture-alliance/ NurPhoto/A. Pezzali)

Auch die Westminster Bridge ist dicht

Chaos und Festnahmen      

Die bis zum Abend anhaltende Blockade der Brücken sorgte für ein erhebliches Verkehrschaos in London. Die Polizei wies darauf hin, dass auch Rettungsdienste nicht durchgekommen seien. Einige der Protestierenden hatten sich aneinander gekettet. Mehr als 70 Menschen wurden festgenommen.

Organisiert hatte die Proteste die Gruppe "Extinction Rebellion". Nach ihren Angaben protestierten mehr als 6000 Menschen gegen den Klimawandel. Gail Bradbrook, einer der Veranstalter, sprach vom Beginn einer internationalen Rebellion gegen die Untätigkeit in der Klimakrise.

Wissenschaftliche Studien besagen, dass sich durch den Klimawandel auch die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln verlangsamt. Bei einer Erderwärmung um drei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter könnte dies bis zum Jahr 2050 zum Tod von mehr als einer halben Million Menschen führen.

se/uh (rtr, afp, dpa)