Kim Jong Un zündelt auch im neuen Jahr | Aktuell Asien | DW | 05.01.2022
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Ostasien

Kim Jong Un zündelt auch im neuen Jahr

Nordkorea hat nach Angaben Japans und Südkoreas mindestens eine Rakete zu Testzwecken ins Meer abgefeuert. Wahrscheinlich handelte es sich bei dem Geschoss um eine ballistische Rakete.

NordKorea Raketentest

Bild von einem nordkoreanischen Raketentest in den Fernsehnachrichten des Südens

Bei dem Geschoss, das ins Meer stürzte, habe es sich offensichtlich um eine ballistische Rakete gehandelt, teilte der Generalstab des südkoreanischen Militärs mit. Das Projektil sei von einer landgestützten Plattform abgeschossen worden und in Richtung Japanisches Meer geflogen. Um welchen Raketentyp es sich genau handelte war zunächst unklar. In enger Zusammenarbeit mit den USA werde die Lage mit Blick auf mögliche weitere Raketentests durch Nordkorea genau beobachtet, hieß es.

Auch die japanische Regierung sprach von einer augenscheinlich ballistischen Rakete. Die japanische Küstenwache warnte Schiffe in der Region, sich verdächtigen Objekten zu nähern.

Der Raketenstart ist der erste bekannte des kommunistischen Staates im Jahr 2022. Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hatte zuletzt im Oktober eine ballistische Rakete getestet.

International isoliert

Die Führung von Machthaber Kim Jong Un treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die nicht nur Südkorea und Japan treffen, sondern auch Atomsprengköpfe bis in die USA tragen können. Das international weitgehend isolierte Nordkorea steht wegen seines Atom- und Raketenprogramms unter strikten US- und UN-Sanktionen. Kim hatte zum Jahreswechsel angekündigt, das Militär weiter auszubauen, um "einer instabilen internationalen Lage" zu begegnen.

Der jüngste Raketenabschuss dürfte die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärfen. Gespräche Nordkoreas mit den USA über eine Entnuklearisierung sind seit längerem festgefahren.

qu/wa (rtr, afp, dpa)

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