Kenias Opposition legt Einspruch gegen Präsidentenwahl ein | Aktuell Afrika | DW | 18.08.2017
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Präsidentschaftswahl in Kenia

Kenias Opposition legt Einspruch gegen Präsidentenwahl ein

Schon kurz nach der Wahl hatte Oppositionsführer Raila Odinga das Wahlergebnis angezweifelt. Den Schritt vor Gericht scheute er zunächst, weil die Justiz parteiisch sei.

Kenia PK Raila Odinga zur Wahlniederlage (Reuters/T. Mukoya)

Oppositionsführer Odinga: Die Welt soll nachvollziehen können, wie ein computergeneriertes Wahlergebnis produziert wurde

Jetzt doch: Kenias Opposition hat den Wahlsieg von Präsident Uhuru Kenyatta vor dem Obersten Gericht angefochten. Kurz vor Ablauf der siebentägigen Einspruchsfrist reichte Oppositionsführer Raila Odinga ein 9000 Seiten umfassendes Dokument ein. Der Vorwurf lautet, dass die Computer der Wahlkommission manipuliert worden seien, um einen Wahlsieg Kenyattas sicherzustellen. Der Gerichtshof hat jetzt 14 Tage Zeit für eine endgültige Entscheidung.

Wahlbeobachter: Glaubwürdige Wahl

Der 55 Jahre alte Kenyatta war am 11. August mit 54 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt worden. Sein 72-jähriger Herausforderer Odinga erhielt demnach 44,7 Prozent. Internationale Wahlbeobachter sprachen von einer glaubwürdigen Wahl.

Nach der Verkündigung des Wahlergebnisses kam es zu Protesten in den Oppositionshochburgen. Nachdem es bei den Ausschreitungen am vergangenen Wochenende nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 24 Menschen starben, hat sich Lage mittlerweile beruhigt.

fab/qu (dpa, afpe)

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