Keine Zusammenarbeit mit der US-Waffenlobby | Amerika - Die aktuellsten Nachrichten und Informationen | DW | 24.02.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Amerika

Keine Zusammenarbeit mit der US-Waffenlobby

Nach dem Schulmassaker von Florida gerät die Waffenlobby NRA unter Druck. Einige US-Firmen haben ihre Kooperationen mit der Nationalen Waffenvereinigung beendet.

Es scheint wohl nicht mehr gut fürs Image zu sein, in Verbindung mit der mächtigen Waffenlobby NRA gebracht zu werden. Zumindest einige US-Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit mit der NRA beenden, darunter die Versicherer Chubb und MetLife, die Sicherheitsfirma Symantec und die Autovermieter Avis Budget, Hertz und Enterprise.

Entsprechende Partnerschaftsprogramme sollen demnach gekündigt werden. In der Mehrheit der Fälle handelte es sich um Vorteile für NRA-Mitglieder, etwa um Vergünstigungen bei bestimmten Versicherungen oder beim Mieten eines Autos.

Auslöser Kunden-Feedback

Am Donnerstag hatte bereits die First National Bank of Omaha angekündigt, einen Vertrag mit der NRA für eine Visa-Kundenkarte nicht zu verlängern. "Kunden-Feedback hat uns dazu veranlasst, unsere Beziehungen zur NRA zu überprüfen", teilte die Bank über Twitter mit.

Auch andere Unternehmen, wie Wyndham Hotels und Best Western Hotels, ließen über die sozialen Medien verbreiten, dass sie nicht mehr länger mit der NRA zusammenarbeiten möchten, allerdings ohne einen Zeitpunkt für die Aufkündigung zu nennen.

Netz-Initiative

Im Internet gab es massiven Druck durch die Nutzer. Der Hashtag #BoycottNRA zählte zuletzt zu den am häufigsten verwendeten Schlagwörtern bei Twitter.

Am Valentinstag hatte ein 19-jähriger ehemaliger Schüler an einer High School in Florida 17 Menschen erschossen. Die Debatte über die laxen Waffengesetze in den USA wurde dadurch neu entfacht.

fab/cgn (afp, APE)