Katalanische Polizei im Farbgewitter | Aktuell Europa | DW | 29.09.2018
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Protest in Barcelona

Katalanische Polizei im Farbgewitter

Das katalanische Unabhängigkeitsreferendum jährt sich am Montag zum ersten Mal. Bei Demonstrationen in Barcelona ist es zu Krawallen gekommen. Dabei flogen nicht nur Eier, sondern auch bunte Farbbeutel.

Die katalanische Polizei wurde von Separatisten attackiert, die sich einer Demonstration von Beamten der nationalen Polizeieinheiten Policía Nacional und Guardia Civil nähern wollten, und daran gehindert wurden.

Die Einsatzkräfte seien unter anderem mit Farbbeuteln und Eiern beworfen worden, berichten spanische Medien unter Berufung auf die Behörden. Die Beamten nahmen zwei Personen fest.

Die katalanische Polizei hatte eine Kette gebildet, um die Demonstrationen der Separatisten und der zentralstaatlichen Sicherheitskräfte im Zentrum Barcelonas getrennt zu halten. Zahlreiche der rund 6000 Separatisten hätten mit Gewalt versucht, die Polizeikette zu durchbrechen. Dabei seien auch Demonstranten aneinander geraten.

Polizisten würdigten Einsatz von 2017

Rund 2000 Beamte der Nationalpolizei und der Zivilgarde waren auf die Straße gegangen, um den Polizeieinsatz von 2017 zur Verhinderung des Unabhängigkeitsreferendums zu würdigen und eine Erhöhung der Bezüge zu fordern. Nach ihren Angaben verdienen die Angehörige der Regionalpolizei Mossos d'Esquadra in Katalonien deutlich mehr.

Am Montag jährt sich zum ersten Mal das als verfassungswidrig eingestufte Unabhängigkeitsreferendum. Nach der Abstimmung und einem anschließenden Beschluss zur Abspaltung der wohlhabenden Region von Spanien hatte die Zentralregierung in Madrid Katalonien im Herbst 2017 unter Zwangsverwaltung gestellt.

Der damalige Regionalpräsident Carles Puigdemont floh ins Exil nach Belgien. Mehrere Minister der damaligen Regionalregierung und weitere Aktivisten der Separatistenbewegung sitzen in Untersuchungshaft. Nach dem Amtsantritt der neuen katalanischen Regierung im Mai wurde die Zwangsverwaltung beendet. Aber auch der neue Regionalpräsident Quim Torra besteht auf das "Recht auf Selbstbestimmung" der Katalanen.

jmw/rb (dpa, ap, rtr)

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